Einfache Anfrage
SP-Parlamentarier fordert attraktiven Schulweg zwischen Andwil und Gossau

Werner Bischofberger (SP) hat eine Einfache Anfrage zum Schulweg zwischen Andwil und Gossau eingereicht. Dieser weist mehrheitlich einen Kiesbelag auf. Bischofberger ist der Meinung, dass ein Hartbelag nötig ist. Mit einem solchen könnten die Schülerinnen und Schüler während mehrerer Monate mit dem Velo zur Schule fahren.

Perrine Woodtli
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In Andwil gibt es keine Oberstufe. Deshalb besuchen die Schülerinnen und Schüler diese im benachbarten Gossau. Im Bild ist das Primarschulhaus Ebnet in Andwil zu sehen.

In Andwil gibt es keine Oberstufe. Deshalb besuchen die Schülerinnen und Schüler diese im benachbarten Gossau. Im Bild ist das Primarschulhaus Ebnet in Andwil zu sehen.

Ralph Ribi (14. Januar 2020)

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Andwil begeben sich täglich auf den Schulweg nach Gossau, wo sie die Oberstufe besuchen. Der Schulweg ist aber nicht optimal, wenn es nach Werner Bischofberger geht. Der Gossauer SP-Stadtparlamentarier hat diese Woche eine Einfache Anfrage dazu eingereicht.

Darin schreibt er, die wichtigste Schulwegverbindung für die Andwiler Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler mit Zweiradfahrzeugen führe vom Schulhaus Ebnet über die zu Andwil gehörende Geretschwilerstrasse zum Weiler Landegg.

Von da aus gehe es über die Landeggstrasse nach Geretschwil – und weiter über die zu Gossau gehörende Geretschwilerstrasse zu den Oberstufenzentren Rosenau und Buechenwald sowie zum Gymnasium Friedberg und zur Maitlisek.

Stadt Gossau soll die Kieslücke schliessen

Die Verbindung Geretschwil-Andwil weise mehrheitlich einen Kiesbelag auf. «Das führt bei trockenem, warmem Wetter zu Staubaufwirbelung, bei nassen Bedingungen entstehen Auswaschungen und Wasserlachen», schreibt Bischofberger. Ausserdem bleibe nach einem Unterhalt die Strassenfläche nur kurz flach, der Rand schräge sich ab und werde rutschig.

Werner Bischofberger, Gossauer SP-Stadtparlamentarier.

Werner Bischofberger, Gossauer SP-Stadtparlamentarier.

PD

Die Gemeinde Andwil habe nun den Abschnitt Geretschwilerstrasse bis zur Loobrücke neu asphaltiert, heisst es weiter. Das habe den Denkanstoss gegeben, die verbleibende Lücke zu schliessen, sagt Bischofberger auf Anfrage.

Der Teil von Landegg bis Geretschwil liegt auf Gebiet der Stadt Gossau. Wer für den Abschnitt von der Loobrücke bis Landegg zuständig ist, sei ihm wegen des eigenartigen Verlaufs der Gemeindegrenze unklar, so Bischofberger.

Er ist der Meinung, dass die Schulwegverbindung Andwil-Gossau einen Hartbelag erfordert, zumal Andwil nun einen Teil seiner Geretschwilerstrasse asphaltiert habe. Bischofberger sagt:

«Die Andwiler Oberstufenschüler könnten so länger, vielleicht rund um das Jahr, mit dem Velo zur Schule gelangen.»

Er stütze sich dabei auf seine eigenen Erfahrungen beim hobbymässigen Befahren von gekiesten Wegen bei schlechten Wetterverhältnissen. «Ich benutze schon seit Jahrzehnten den asphaltierten Schulweg Arnegg-Gossau und habe während mehr als 30 Jahren täglich, auch bei miesen Wetterverhältnissen, vom Hartbelag profitiert», so Bischofberger.

Gibt es Gründe, die gegen einen Hartbelag sprechen?

Der SP-Politiker will nun vom Gossauer Stadtrat wissen, ob dieser die Meinung teilt, dass die gekiesten Abschnitte der Schulwegverbindung einen Hartbelag benötigen. Weiter möchte er erfahren, ob es allenfalls Gründe gibt, die einen Hartbelag verhindern. Falls es keine schwerwiegenden Gründe gibt, will er wissen, ob ein solches Vorhaben in den Aufgaben- und Finanzplan aufgenommen werden muss.

Der Stadtrat soll zudem beantworten, ob das Wegstück Loobrücke bis Landegg mit der Gemeinde Andwil zusammen ausgeführt werden müsste oder ob der Grenzverlauf eindeutig sei.

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