Einfache Anfrage
Parlamentarier fordert Hartbelag zwischen Gossau und Andwil – der Stadtrat rechnet aber mit Opposition

SP-Stadtparlamentarier Werner Bischofberger fordert in einem Vorstoss einen attraktiven Schulweg zwischen Gossau und Andwil. Dieser müsse asphaltiert werden. Der Gossauer Stadtrat verweist in seiner Antwort nun auf einen Anlauf vor zehn Jahren.

Perrine Woodtli
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Werner Bischofberger (SP) fordert einen attraktiven Veloweg zwischen Gossau und Andwil.

Werner Bischofberger (SP) fordert einen attraktiven Veloweg zwischen Gossau und Andwil.

PD

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler fahren täglich mit dem Velo von Andwil nach Gossau in die Schule. Geht es nach Werner Bischofberger, ist dieser Schulweg aber alles andere als optimal. Der Gossauer SP-Stadtparlamentarier hatte im September eine entsprechende Einfache Anfrage eingereicht.

Die Verbindung Geretschwil-Andwil weise mehrheitlich einen Kiesbelag auf. Seiner Meinung nach, schrieb Bischofberger in seinem Vorstoss, sei für den Schulweg Andwil-Gossau aber ein Hartbelag nötig.

Widerstand aus mehreren Kreisen

Der SP-Politiker wollte vom Gossauer Stadtrat wissen, ob dieser die Meinung teile, dass die gekiesten Abschnitte des Schulwegs einen Hartbelag benötigen und ob es Gründe gebe, die einen solchen verhindern. In seiner Antwort schreibt die Stadtregierung nun, sie habe bereits 2011 eine Grundsatzdiskussion über die Hartbelegung von Strassen ausserhalb des Baugebiets geführt. Dabei habe sich der Stadtrat für einen Hartbelag auf der Veloverbindung Gossau–Andwil ausgesprochen, um diese wintersicher zu machen. Und weiter:

«Die Haltung des Stadtrats hat sich seither nicht verändert.»

Gegen die Asphaltierung sei vor zehn Jahren aber eine grosse Opposition seitens Naturschutz-, Wanderer- und Reitkreisen entstanden, weshalb auf diese verzichtet wurde. Die Verbindung sei zudem keine offizielle Veloroute, merkt der Stadtrat an.

Ersatz für asphaltierten Wanderweg schaffen

Weiter wollte Bischofberger wissen, ob die Ausführung für den Hartbelag in den Aufgaben- und Finanzplan aufgenommen werden müsste oder ob es eine Ersatzinvestition für ein nicht ausgeführtes Strassenprojekt werden könnte. Die Asphaltierung einer chaussierten Strasse stelle gemäss Strassengesetz einen Strassenausbau dar, schreibt der Stadtrat.

Dazu sei ein Projekt auszuarbeiten und das Planverfahren mit öffentlicher Mitwirkung und Auflage durchzuführen. Vor der Auflage seien die interessierten Kreise anzuhören. «Es muss davon ausgegangen werden, dass diese gegen eine Hartbelegung der Strasse sind.»

Gemäss dem Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege sei bei einer Asphaltierung zudem ein gleichwertiger Ersatz zu schaffen, schreibt der Stadtrat. Weiter müsste die Hartbelegung auf Andwiler und Gossauer Gebiet gleichzeitig erfolgen, da die Geretschwilerstrasse auf Andwiler Boden liege.

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