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Die Stadt will eine Strategie für alle Liegenschaften

Die Stadt arbeitet an einer Liegenschaftenstrategie. Einerseits geht es darum, das bestehende Gebäudeportfolio zu steuern. Anderseits möchte die Stadt beim Kauf neuer Liegenschaften mit Weitsicht vorgehen.
Roger Berhalter
Frisch saniert und um einen Neubau ergänzt: Blick in den Innenhof des Schulhauses St. Leonhard. (Bild: Hanspeter Schiess)

Frisch saniert und um einen Neubau ergänzt: Blick in den Innenhof des Schulhauses St. Leonhard. (Bild: Hanspeter Schiess)

Im kommenden Jahr gibt die Stadt St. Gallen weniger Geld für den Unterhalt ihrer Gebäude aus. Konkret hat der Stadtrat im Budget 2019 die Posten für den baulichen Unterhalt bei öffentlichen Gebäuden wie Schulhäuser und Friedhöfen zusammengestrichen.

In der Debatte im Stadtparlament wehrte sich die SP/Juso/PFG-Fraktion vergangenen Dienstag gegen diese Budgetkürzung. Beim Unterhalt von öffentlichen Gebäuden zu sparen sei der falsche Ansatz, denn das räche sich: «Ein nicht gemachter Unterhalt muss zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden», sagte SP-Stadtparlamentarierin Doris Königer im Namen der Fraktion. Beim Riethüsli-Schulhaus könne man gut sehen, «wie unterlassener Unterhalt sich auswirken kann».

Insgesamt fast 650000 Franken wollten die Linken wieder ins Budget 2019 aufnehmen. «Die eingestellten Gelder sollen dem Betrag der letzten Jahre entsprechen», sagte Königer.

Regelmässig Rückstellungen tätigen

Der Antrag fand im Stadtparlament allerdings keine Mehrheit, der Stadtrat setzte sich durch. Das niedrigere Unterhaltsbudget für öffentliche Gebäude ist laut Baudirektorin Maria Pappa gut verkraftbar. Sie verweist auf die städtische Liegenschaftenstrategie, die derzeit im Hochbauamt und der Dienststelle Liegenschaften in Arbeit sei. Im Hochbauamt sei man daran, eine solche Strategie zu erarbeiten.

Einerseits gehe es darum, das bestehende Liegenschaften-Portfolio zu steuern und regelmässig Rückstellungen für Unterhalts- und Sanierungsarbeiten zu tätigen. Nun ist die bauliche Zustandsanalyse der Liegenschaften in Arbeit und wird die Basis für eine gerichtete Unterhaltsplanung bilden.

Anderseits soll die Strategie die Linie vorgeben, nach der die Stadt neue Liegenschaften erwirbt. Ist das Portfolio auf die zukünftigen Bedürfnisse und Aufgaben der Stadt ausgerichtet? Die Liegenschaftenstrategie soll diese und weitere Fragen beantworten.

Bis 2020 soll die Strategie vorliegen

Die Liegenschaftenstrategie steht nicht für sich, sondern ist eingebettet in die sogenannte «Perspektive räumliche Stadtentwicklung», die aufzeigt, in welche Richtung die Stadt sich entwickeln soll (siehe Zweittext). In einem der Handlungsfelder ist dort auch die Liegenschaftenstrategie aufgeführt. Als eines von rund 40 mittel- bis langfristigen Projekten soll sie dazu beitragen, St. Gallen «innovativ und inspirierend» sowie «lebenswert und kompakt» zu machen, wie es in der Perspektive heisst.

Derzeit läuft laut Maria Pappa die Analysephase: In einer Bestandesaufnahme wird zunächst der Sanierungsbedarf jeder städtischen Liegenschaft ermittelt. Danach folgt die Bewertung und Priorisierung der einzelnen Sanierungsvorhaben. Bis 2020 soll die Strategie vorliegen und für die nächsten 20 Jahre den Umgang der Stadt mit ihren Liegenschaften regeln.

Eingebettet in einen Masterplan

Wohin die Stadt St. Gallen steuert, zeigt die «Perspektive räumliche Stadtentwicklung» auf. Dabei handelt es sich um eine grosse Übersicht, an der sich die gesamte Stadtverwaltung orientiert und die für die nächsten 20 Jahre gelten soll (Ausgabe vom 28. November). Rund 40 verschiedene Projekte sind darin aufgeführt, beispielsweise die Entwicklung der Areale St. Fiden-Heiligkreuz, Bahnhof Nord und Olma-Gelände. Auf der Traktandenliste steht weiter die Erarbeitung einer Wohnraum-, Landwirtschafts- und Liegenschaftenstrategie sowie verschiedene Verkehrsprojekte. Ein Lenkungsausschuss mit Vertretern der Dienststellen Stadtplanung, Hochbauamt, Tiefbauamt, Liegenschaften, Standortförderung, Umwelt und Energie sowie Gesellschaftsfragen trifft sich regelmässig, um die Vorhaben möglichst umfassend anzugehen. Auf diese Weise sollen Risiken früh erkannt und Doppelspurigkeiten vermieden werden. (rbe)

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