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Historischer Speicher in Andwil mauserte sich zum beliebten Traulokal

Vor fünf Jahren hat Cornelia Knupp im Andwiler Zentrum den «Schwatzspycher» eröffnet. Mittlerweile zieht der historische Kornspeicher mit Café und Ladenlokal Besucher aus der ganzen Region an.
Nina Rudnicki
Ein Berner Export in der Ostschweiz: Der Kornspeicher stammt ursprünglich aus Niederbipp. Cornelia Krupp hat ihn mit viel Liebe zum Detail zu einem Lädeli mit Café umfunktioniert. (Bilder: Michel Canonica)

Ein Berner Export in der Ostschweiz: Der Kornspeicher stammt ursprünglich aus Niederbipp. Cornelia Krupp hat ihn mit viel Liebe zum Detail zu einem Lädeli mit Café umfunktioniert. (Bilder: Michel Canonica)

«Es ist gerade noch etwas unordentlich», sagt Cornelia Knupp und sortiert im «Schwatzspycher» Vasen, Kerzenständer und Seifen in die Regale ein. Draussen auf dem Balkon steht ein Staubsauger, mit dem sie den Blütenstaub aus den Holzrillen des 250-jährigen Kornspeichers gesaugt hat. Nun muss sie nur noch Artikel aus dem Lager einräumen. Bis morgen muss alles hergerichtet sein: Dann feiert sie mit einem Tag der offenen Tür das fünfjährige Bestehen des «Schwatzspychers». Künftig sollen Café und Laden jeweils auch am Samstagnachmittag geöffnet sein. «Der ‹Schwatzspycher› soll sich noch stärker zu einem Begegnungsort entwickeln, an dem man sich trifft, um Kaffee zu trinken, zu diskutieren oder die Ruhe zu geniessen», sagt sie.

Den «Schwatzspycher» hat die 56-Jährige vor über fünf Jahren in Olten entdeckt. Ein Schreiner hatte ihr den Emmentaler Kornspeicher vermittelt, der 1763 neben einem Bauernhaus in Niederbipp in Bern gebaut worden war. Cornelia Knupp träumte schon länger davon, eine alte Scheune zu einem gemütlichen Ort umzugestalten. «Ich habe eine Vorliebe für alte Sachen, speziell für altes Holz. Der Wert und die Geschichte alter Dinge sind einfach unbezahlbar», sagt sie. Die passende Parzelle Land für den Speicher fand sie beim Postplatz in Andwil.

In Olten demontiert, in Andwil neu aufgebaut

Der Kornspeicher musste in Olten komplett demontiert und am neuen Standort wieder aufgebaut werden. Die Lage in Andwil gefiel ihr so gut, dass sie es schade fand, den Speicher dort nur privat zu nutzen. «Darum entschloss ich mich, ein Café zu eröffnen», sagt sie. Wo früher im Erdgeschoss Säcke voller Weizen und Hafer lagerten, steht nun ein grosser Tisch für die Gäste. Und wo einst im oberen Stockwerk die Gartengeräte standen, befinden sich nun Regale, Tische und Kommoden voller Dekoartikel.

Über 3500 verschiedene Artikel verkauft Cornelia Knupp mittlerweile. In der Anfangszeit waren es gerade einmal 600. Mehrmals pro Jahr räumt sie ihr Sortiment komplett um. Auch ihr Kundenstamm ist über die Jahre gewachsen. Interessierten sich früher rund 300 Personen für den «Schwatzspycher», sind es mittlerweile 1300. Die meisten der Kunden und Gäste von Cornelia Knupp sind allerdings keine Andwiler, sondern wohnen in der Umgebung. Einige leben gar im Rheintal, dem Thurgau und dem Appenzell. «In den ‹Schwatzspycher› kommen sie, um die Ruhe im Café oder im Garten zu geniessen», sagt sie. Im Garten wachsen Blumen, Sträucher und Bäume. Es gibt zwei über 200-jährige Brunnen, Bruchsteinmauern und überall stehen Tische und Sitzgelegenheiten.

Hochzeiten, Geburtstage, Firmenanlässe

Auch Hochzeitspaare haben den «Schwatzspycher» für sich entdeckt. Pro Jahr geben sich im Schnitt 18 Paare dort das Ja-Wort. Hinzu kommen Geburtstagsfeiern, Film- und Jassabende sowie Firmenanlässe. In diesem Jahr möchte Cornelia Knupp ihr Angebot weiter ausbauen: Sie denkt darüber nach, im Advent an den Freitagabenden Suppen und Getränke anzubieten. «Der Advent ist die Jahreszeit, in der ich die meisten Gäste habe.» Viele würden nach speziellen Geschenken oder Dekoartikeln suchen und die gemütliche Atmosphäre schätzen. «Und weil im Café nur ein grosser Tisch steht, entstehen zwischen den Gästen häufig überraschende Gespräche und Begegnungen.»

Tag der offenen Tür

Morgen Samstag, 9-17 Uhr, Schwatzspycher, Augarten­strasse 1, Andwil, www.schwatzspycher.ch

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