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Eine neue Art des Kinos kommt nach St.Gallen: Den Film erleben, statt sehen

Diese Woche werden am Schibenertor erstmals Virtual-Reality-Filme gezeigt.
Laura Widmer
Jeder Kinogänger bekommt eine eigene VR-Brille und Kopfhörer. (Bild: PD)

Jeder Kinogänger bekommt eine eigene VR-Brille und Kopfhörer. (Bild: PD)

Eine Fahrt mit der Jungfraubahn erleben, den Mount Everest besteigen oder über eine rund 100 Meter lange Hängebrücke spazieren: Das und mehr versprechen die Veranstalter des Virtual Reality Open Air Cinema, die diese Woche im Restaurant Stripped Pizza am Schibenertor gastieren.

Mit dem Virtual Reality Open Air Cinema kommt eine andere Art des Kinos nach St.Gallen. Virtual Reality (VR) ermöglicht es gemäss den Veranstaltern, Filme in 360-Grad-Panorama, also rundum, zu sehen. Dadurch könne der Zuschauer Filme in der Ich-Perspektive miterleben und erhalte das Gefühl, Teil des Films zu sein. Jeder Kinogänger benötigt dazu eine eigene VR-Brille und Kopfhörer, eine klassische Leinwand gibt es nicht. Die charakteristischen Plüschsessel sind durch drehbare Stühle ersetzt.

Das Virtual Reality Open Air Cinema gastiert vom Montag, 5. August, bis Sonntag, 11. August im Restaurant Stripped Pizza. Eine Vorstellung ist auf dreissig Plätze beschränkt. Der Eintritt kostet 19 Franken, wer sein Ticket im Vorverkauf erwirbt, erhält Rabatt auf das Speiseangebot im «Stripped Pizza» (mehr Infos hier).

Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz

Das Virtual Reality Open Air Cinema tourt zum dritten Mal durch die Schweiz und macht neben St.Gallen auch in Zürich, Bern, Luzern und Basel Halt. Die Veranstalter möchten mit ihrem Angebot die ganze Deutschschweiz abdecken. «In der Technologie steckt grosses Potenzial», sagt Carlotta Sozio von den Veranstaltern. Das Interesse von jüngeren Besuchern sei gross.

Die Veranstalter arbeiten dieses Jahr mit dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) zusammen. Aus einer Kooperation des SRK mit dem EU-Treuhandfonds Madad ist der Kurzfilm «Sense of Home» entstanden, der den Alltag syrischer Flüchtlinge in Lagern zeigt. Eine Kurzversion des Films wird bei jeder Vorstellung gezeigt. Die Originalversion ist ausserdem im Rahmenprogramm zu sehen.

Bei jeder Vorstellung werden statt eines einzelnen Spielfilms Filmblöcke aus den Sparten Action, Horror und Dokumentarfilm gezeigt. Ein Block besteht aus jeweils drei bis sechs Kurzfilmen, die Spiellänge beträgt insgesamt rund 40 Minuten. Die meisten der gezeigten Filme kommen ohne Text aus, manche sind auf Deutsch oder Englisch. «Viele Besucher sind etwas skeptisch, wenn sie zum ersten Mal von den Kurzfilmen hören», sagt Carlotta Sozio. Diese Art des Films seien Kinogänger nicht gewohnt.

Manchen wird beim Schauen schlecht

Der Grund für die Filmblöcke sei einfach: Laut Sozio werden kaum Spielfilme in voller Länge in der aufwendigen 30-Grad-Technik gedreht. Ausserdem erfordere es von den Zuschauern hohe Konzentration, einem Virtual Reality-Film zu folgen, sagt Carlotta Sozio. «Es ist anstrengend, die vielen Eindrücke zu verarbeiten.» Am Ende eines Abends seien manche Gäste sehr erschöpft, selten würden Zuschauer mit Schwindel kämpfen.

Es komme aber auch ganz auf den Film an, sagt Carlotta Sozio: «Wenn man virtuell auf den Mount Everest steigt, und dann über die Schulter schaut, kann jemandem mit Höhenangst schon schlecht werden.»

Solarkino startet ebenfalls diese Woche

Diese Woche startet auch das Solarkino. Bis September zeigt das Solarkino elf Filme an verschiedenen Standorten. Heute ist an den Strandfestwochen Rorschach «Mein ein, mein alles» zu sehen, am 8. August wird auf dem Gallusplatz «Die grüne Lüge» gezeigt. Der Projektor für das Kino wird über eine Batterie betrieben, die sich tagsüber mit Sonnenergie auflädt. Bei Regenwetter werden die Filme in der Kellerbühne gespielt (mehr Infos hier).

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