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Die Milizfeuerwehr bezieht ihre neuen Depots

Neue Garderoben, getrennte WCs und Duschen: Die beiden Depots der Milizfeuerwehr der Stadt sind fertig saniert. Die Arbeiten haben rund 3,9 Millionen Franken gekostet – weniger als veranschlagt.
Christoph Renn
Die neue Garderobe der Milizfeuerwehr im Depot Ost an der Espenmoosstrasse 18. (Bild: Urs Bucher)

Die neue Garderobe der Milizfeuerwehr im Depot Ost an der Espenmoosstrasse 18. (Bild: Urs Bucher)

Beissender Geruch nach frischer Farbe steigt in die Nase. Im Gruppenraum fehlt noch der Fernseher für Präsentationen, die Kaffeemaschine läuft aber bereits auf Hochtouren. Anfang Woche hat die Milizfeuerwehr ihre sanierten Depots an der Haggen­strasse 25 und der Espenmoosstrasse 18 bezogen. «Endlich», wie Kommandant Jascha Müller sagt. «Die zehn Monate im Provisorium im Lerchenfeld waren eine harte Zeit.» Zu eng und zu heiss sei es gewesen. «Die 160 Feuerwehrleute haben sich ein WC teilen müssen, egal ob Frau oder Mann.» In den neuen Depots gibt es getrennte WCs. Was laut Müller ebenfalls zu einer Feuerwehr von heute gehört: Rund zehn Prozent aller Milizfeuerwehrleute der Stadt sind Frauen.

«Wir haben nur das Nötigste saniert», sagt Müller. Deshalb kosten die Sanierungen rund 3,9 Millionen Franken und sind somit günstiger als veranschlagt. So wurde beispielsweise die Halle für die Fahrzeuge an der Espenmoosstrasse im Osten der Stadt lediglich pinselsaniert. Auch die Garderobe im Depot Ost ist nur mit dem Nötigsten ausgestattet worden. «Neu haben wir einheitliche Schränke und eine Lüftung.» Zwei Bestandteile fehlen noch: ein Ionisierungsgerät, das die Luft säubert, und ein Luftentfeuchter. Die Anschlüsse ragen bereits aus der frischen Holzwand. «Die beiden Geräte werden aber nur installiert, falls es in der Garderobe zu feucht ist oder es stinkt.»

Ein neuer Holzkubus im alten Gebäude

Die Sanierung der Depots der Milizfeuerwehr war laut Jascha Müller dringend notwendig. «Die beiden Gebäude wurden seit den 1980er-Jahren nur notdürftig saniert.» Es habe an vielem gemangelt. So gibt es neu beispielsweise eine richtige Heizung.

Vorher mussten die zurückkehrenden Feuerwehrleute in improvisierten Verhältnissen bei Kälte und mit ungenügender Beleuchtung das Einsatzmaterial und die persönliche Ausrüstung retablieren. «Jetzt haben wir einen eigenen Raum dafür.» Dieser befindet sich im Depot an der Espenmoosstrasse neben dem Holzkubus, der in das bestehende Gebäude eingebaut wurde. «Nun können wir wieder zeitgemäss arbeiten», sagt Müller. Denn im Kubus gibt es einen Theorie- und einen Schulungsraum. «Dort können wir beispielsweise CPR-Kurse durchführen.»

Auch im Depot West wurden die Garderoben erneuert und der Raum mit einer Heizung ausgestattet. Anders als an der Espenmoosstrasse im Osten wurde das Depot an der Haggenstrasse 25 im Westen mit einem Anbau aus Holz erweitert. Dort finden ein Theorie- und Aufenthaltsraum, ein Büro und ein Rapportzimmer Platz.

An den 15 bis 20 Einsätzen, zu denen die Milizfeuerwehr jährlich ausrückt, wird sich nach dem Umzug nicht viel ändern. «Wir waren auch während unserer Zeit im Provisorium an der Zürcher Strasse zu hundert Prozent einsatzfähig», sagt Jascha Müller. Vereinfachen werde sich hingegen die Organisation.

«Viele der Feuerwehrleute wohnen in der Nähe der beiden Depots und haben nun wieder eine kürzere Anfahrt.» Das sei vor allem im Notfall sehr wichtig. «Nach sieben bis elf Minuten, nachdem die Meldung bei uns eingegangen ist, verlässt das erste Fahrzeug das Depot», sagt Müller. Betrete ein Feuerwehrmann das Depot, sei er innerhalb einer Minute einsatzbereit.

Mit einem Knopf alle Lampen einschalten

Auf ein neues technisches Detail ist der Kommandant besonders stolz: auf den Buzzer. «Im Depot Ost können wir mit einem Knopfdruck alle Lampen einschalten», erklärt Müller. An der Haggenstrasse öffnen sich zusätzlich automatisch die Garagentore. «Das erleichtert unsere Arbeit ungemein», sagt Müller.

Offiziell wurden die Depots gestern in Betrieb genommen. Für die Öffentlichkeit öffnet die Milizfeuerwehr erst am 30. August ihre Depots – an der «Nacht der offenen Tore», die dann in der ganzen Schweiz stattfindet.

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