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Am St.Galler Güterbahnhof entsteht eine Halle für 1500 Personen

In St.Gallen soll im November eine der grössten Eventhallen der Ostschweiz den Betrieb aufnehmen. Sie ist gedacht für kulturelle Anlässe und mehr. Walter Boos und Céline Fuchs planen derzeit den Umbau und suchen Aktionäre.
Roger Berhalter
Der Industriecharme soll erhalten bleiben: Céline Fuchs und Walter Boos in ihrer Eventhalle auf dem St.Galler Güterbahnhof-Areal. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Der Industriecharme soll erhalten bleiben: Céline Fuchs und Walter Boos in ihrer Eventhalle auf dem St.Galler Güterbahnhof-Areal. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

1100 Quadratmeter im Erdgeschoss, 1180 Quadratmeter im Keller: Die SBB-Halle im Güterbahnhofareal bietet viel Platz. Mehr Platz als alle anderen Eventhallen in der Stadt, wenn man einmal vom Olma-Areal absieht. Bis zu 1500 Personen sollen hier bald Anlässe besuchen können.

«Das Bedürfnis nach einem solchen Raum ist da, wir haben schon einige Anfragen bekommen», sagt Walter Boos. Der 41-Jährige arbeitet seit ein paar Monaten mit Hochdruck daran, aus der rohen Industriehalle eine zeitgemässe Eventlocation zu machen. Nicht nur für ein paar Monate, so wie in den vergangenen Jahren. Vielmehr plant Boos für die nächsten zehn Jahre. Mit der Eigentümerin SBB hat er einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen.

Es ist nicht das erste Mal, dass er sich für einen grossen Veranstaltungsraum einsetzt. Schon 2014, als es darum ging, die Reithalle für Kulturveranstaltungen nutzbar zu machen, war Boos engagiert. Allerdings ohne Erfolg, das städtische Stimmvolk lehnte die Initiative «Reithalle für die Kultur» ab.

Rollschuh-Disco, Workshop, Bierfestival

Nun soll es auf dem Güterbahnhof-Areal klappen. Mit einem neuen und anders ausgerichteten Projekt. Mit einer Eventhalle, die nicht ausschliesslich für Kulturanlässe gedacht ist, sondern wo vieles stattfinden kann. Gross- und Kleinanlässe von der Rollschuh-Disco bis zum Craft-Beer-Festival, von der Modeschau bis zum Workshop für HSG-Studenten, vom Lottomatch bis zur Generalversammlung. Boos kommen dabei seine Geschäftskontakte zugute; er führt mit der Attack AG eine eigene Firma für Licht- und Bühnentechnik.

Auch der Keller ist sehr geräumig. Hier sind Garderoben, Duschen, WCs und zwei Mehrzweckräume geplant. (Bild: Adriana Cortiz Cardozo)

Auch der Keller ist sehr geräumig. Hier sind Garderoben, Duschen, WCs und zwei Mehrzweckräume geplant. (Bild: Adriana Cortiz Cardozo)

Geplanter Start ist im November

«Wir können natürlich nicht alle Ideen schon im ersten Jahr umsetzen», sagt Céline Fuchs. Die 38-Jährige ist die zweite im Bunde und treibt zusammen mit Boos das Projekt Eventhalle voran. Fuchs ist als Projektleiterin des Ostschweizer Bandwettbewerbs BandXost und als Moderatorin des Open Air St.Gallen bekannt.

Sie schwärmt vom Charme der Güterbahnhof-Brache, die sich derzeit mit Leben füllt. Im gelben Lattich-Bau arbeiten Architekten und andere Kreative, nebenan im Schiffscontainer gibt Musiker Roman Rutishauser Unterricht, in der Projektwerkstatt werden Velos geflickt, es gibt ein Beleuchtungsgeschäft, eine Schreinerei und den Club Kugl. «Mit dem Charakter dieses Areals kommen wir endlich an andere Grossstädte heran», sagt Fuchs.

Von der Zwischen- zur Dauernutzung

Die SBB-Halle auf dem Güterbahnhof-Areal war schon in den vergangenen Jahren belebt. Allerdings nur in den Sommermonaten. Etwas anderes liess die schlecht isolierte und ungeheizte Industriehalle nicht zu. Auch stand aus bewilligungstechnischen Gründen jeweils nur ein Teil des Raums zur Verfügung. 2016 nahm das Zwischennutzungsprojekt Lattich – mittlerweile im markanten gelben Holzbau am Güterbahnhof angesiedelt – in der SBB-Halle seinen Anfang. 2017 wurde der Raum mit einem kuratierten Kulturprogramm bespielt, 2018 fanden unter neuer Leitung wiederum kulturelle Anlässe statt.

Im November soll die Eventhalle den Betrieb aufnehmen, sofern bis dann die nötigen Bewilligungen vorliegen. Zunächst steht ein Umbau an. Walter Boos führt durch die rohen Räume. Im Keller soll es zwei Mehrzweckräume geben, zudem Garderoben, Duschen und WC. «Sportanlässe sollen bei uns ebenfalls möglich sein.»

Eine Treppe wird den Keller mit dem Erdgeschoss verbinden. Dort wird eine Bar eingebaut sowie eine Galerie, die über eine Treppe begehbar ist. Der ganze Raum wird isoliert und mit einer Heizung ausgestattet, der Industriecharakter soll aber bleiben.

Jetzt suchen Walter Boos und Céline Fuchs erstens noch einen Namen für ihre Halle (bis jetzt heisst das Baby «Hektor»). Zweitens sind Aktionäre für die noch zu gründende AG willkommen (Interessenten melden sich unter w.boos@attack.ch). Den ersten Mitarbeiter haben die beiden schon eingestellt. Marc Boltshauser wird sich vor Ort um die Betreuung der Gäste kümmern.

Tag der offenen Tür am Samstag, 25.5., 10–22 Uhr, Güterbahnhof, St.Gallen

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