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Eine Eröffnung mit Verspätung: Mirgolino zieht ins Union-Gebäude ein

Seit fünf Jahren will Migrolino im Union-Gebäude eine Filiale eröffnen. Am Donnerstag ist es nun so weit.
Christoph Renn
Die letzten Arbeiten vor der Neueröffnung im Union-Gebäude laufen auf Hochtouren. (Bilder: Ralph Ribi)

Die letzten Arbeiten vor der Neueröffnung im Union-Gebäude laufen auf Hochtouren. (Bilder: Ralph Ribi)

Elektroniker verkabeln Leuchtreklamen an der Fassade. Im Inneren der Ladenfläche im Erdgeschoss füllen Mitarbeiter die Regale minutiös mit Lebensmitteln, hinter der Kasse stapeln sich Zigarettenschachteln. Die Kühlschränke sind voll mit Bier, Wein und Süssgetränken. Am Oberen Graben laufen die letzten Arbeiten für die Neueröffnung des Migrolino-Shops im Union-Gebäude. Ab morgen gibt es dort von Montag bis Samstag von früh bis spät Mi­gros-Produkte und Markenartikel zu kaufen. «Unser Sortiment umfasst einen Mix aus frischen Convenience-Produkten», sagt Migrolino-Mediensprecherin Myriam Maurer. Und es gebe in der St. Galler Filiale eine Kaffee-Ecke. Im Angebot seien zudem «Hot sowie Home Made Sandwiches und Orangensaft frisch ab der Presse».

So sieht der neue Shop von innen aus.

So sieht der neue Shop von innen aus.

Mit der Eröffnung des neuen Shops im Union-Gebäude an bester Lage, zentral zwischen Marktplatz und Hauptbahnhof gelegen, will Migrolino den neuen Kundenbedürfnissen gerecht werden. «Der Trend führt immer mehr zu einer möglichst schnellen Verpflegung unterwegs», sagt Maurer. Ebenso seien längere Öffnungszeiten ein grosses Anliegen der Kundinnen und Kunden.

Der 317. Shop der Schweiz

Migrolino plant schon lange, im Union-Gebäude ihren schweizweit 317. Shop zu eröffnen. Denn im Juni 2014 schloss die Migros hier ihre Filiale. Damals wurde in Aussicht gestellt, dass noch im selben Jahr gleichenorts ein Migrolino-Shop eröffnen sollte. «Auf unbestimmte Zeit verschoben», titelte das «Tagblatt» dann aber vier Monate später. Als Ursache für die Verzögerung wurden die Bauarbeiten für die Parkgarage Schibenertor angegeben. Diese hätten die Ladenfläche tangiert. Genau drei Jahre nach der Schliessung der Migros Union wurden die Pläne für die Parkgarage im Jahr 2017 definitiv beerdigt.

Passiert ist bis zur Neueröffnung der Migrolino-Filiale morgen Donnerstag aber nichts. Die Ladenfläche am Oberen Graben stand während fünf Jahren leer. Ideen zur kulturellen Zwischennutzung gingen bei Helvetia, der Eigentümerin des Gebäudes ein. Umgesetzt wurden sie jedoch nie.

Die Pläne bestehen seit Jahren

Dass Migrolino dereinst im Union-Gebäude einen Shop eröffnen würde, hatte sich in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Bei der Vermieterin hiess es auch 2017, dass zwar noch keine konkrete Pläne für das Ladenlokal bestehen. Aber man könne bestätigen, dass etwas im Tun, aber noch nichts spruchreif sei. Mediensprecherin Myriam Maurer sagte damals im «Tagblatt», dass «am Projekt gearbeitet wird». Trotzt der Pläne von Helvetia und Migrolino dauerte es nochmals mehr als zwei Jahre, bis es nun so weit ist. «Aufgrund baulicher Anpassungen wurde die Eröffnung verschoben», sagt Maurer. Worum es sich bei diesen Anpassungen im Detail handelte, verrät sie aber nicht. «Auf die Gründe der Verzögerung können wir aus diversen Gründen nicht näher eingehen.»

Auch sonst hält sich Migrolino mit Informationen zum neuen Shop bedeckt. So gibt es auch keine Auskünfte darüber, wie lange der Mietvertrag für den Shop dauert. «Über Vertragsinhalte können wir generell keine Auskunft geben», sagt Myriam Maurer.

Fünf Jahre ungenutzt

Die leere Ladenfläche im Union-Gebäude am Oberen Graben gab in der Vergangenheit zu reden. Im November 2015 wurde zum Beispiel die Frage aufgeworfen, ob sich das Lokal nicht kulturell zwischennutzen liesse. Es kursierten Ideen von Guerilla-Galerien bis zu Jazzkonzerten. Entsprechende Anfragen gingen bei der Helvetia ein. Die Eigentümerin des Gebäudes gab sich zwar offen für kulturelle Zwischennutzungen; es blieb aber stets bei der Idee. Die Schaufenster der ehemaligen Migros Union waren eine kurze Zeit mit Schmuckwerbung tapeziert. Die Räumlichkeit an bester Lage in der Stadt St. Gallen ist aber fünf Jahre ungenutzt geblieben. (ren)

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