Eine Einsprache ist das falsche Mittel, um Grundsatzfragen zum Pflegeheim der Sana Fürstenland AG zu klären

Einsprache einzureichen, ist des Anstössers gutes Recht. Um grundsätzliche Diskussionen zu führen, müsste man aber andere Wege gehen.

Adrian Lemmenmeier
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Adrian Lemmenmeier (Redaktor, St. Gallen und Umgebung)

Adrian Lemmenmeier (Redaktor, St. Gallen und Umgebung)

Alex K. Fürer und die KFK Immobilien AG legen das Projekt der Sana Fürstenland AG erneut auf Eis. Als Anstösser ist eine Einsprache ihr gutes Recht. Um einen politischen Standpunkt durchzubringen, allerdings ein fragwürdiges Mittel.

Fürer machte es deutlich: Es gehe ihm nicht um seine Säntissicht, sondern um Gossau. Für alle, denen das Projekt der Sana Fürstenland AG nicht passt, zieht Fürer die juristische Reissleine. Sein erklärtes Ziel: Das Alterszentrum soll kleiner werden als geplant und an einem andern Ort entstehen.

Ob das Projekt der Sana Fürstenland AG rechtens ist, wird das Baudepartement oder ein Gericht entscheiden. Grundsätzliche Diskussionen wie jene über eine sinnvolle Anzahl Pflegeplätze sollte man aber nicht auf juristischen Nebenschauplätzen führen. Zumal die Gossauerinnen und Gossauer 2013 deutlich Ja sagten zu einem Alterszentrum an einem zentralen Standort mit 90 bis 100 Betten.

Dazu gäbe es andere Wege. Zum Beispiel das Parlament zu überzeugen, wie es die IG Optimiertes Pflegeheim um Marius Thürlimann versucht. Der bisher mässige Erfolg zeigt allerdings, dass auch dort die Meinungen nicht geändert haben.