Handball
Playoff-Final: Eine einmalige Gelegenheit für das Vorzeigeprojekt RLZ Fürstenland

Die U19-Handballer des RLZ Fürstenland spielen im Playoff-Final der Elitekategorie um den Schweizer-Meister-Titel.

Ives Bruggmann
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Eine verschworene Gemeinschaft: Die U19-Junioren des RLZ Fürstenland.

Eine verschworene Gemeinschaft: Die U19-Junioren des RLZ Fürstenland.

Bild: PD

Vor ungefähr sieben Jahren entschieden sich sechs Ostschweizer Handballvereine, ihre besten Talente gemeinsam zu fördern. Nun steht der erste Jahrgang, der das Regionale Leistungszentrum (RLZ) Fürstenland komplett durchlief, im Playoff-Final um den Schweizer-Meister-Titel in der höchsten Juniorenkategorie – der U19-Elite.

Es ist eine Erfolgsgeschichte, der in zwei Spielen gegen GC Amicitia Zürich die Krone aufgesetzt werden kann. Unter dem Lead des TSV Fortitudo Gossau treten die mittlerweile sechs regionalen Partnervereine aus Flawil, Uzwil, Appenzell, Wil, Heris­au und Wittenbach ihre besten Talente an das RLZ Fürstenland ab. In Gossau werden die Junioren von Lizenztrainern gefördert und erhalten ihren Fähigkeiten entsprechende Möglichkeiten. Wird aber aus dem Talent dereinst kein Spieler für die Nationalliga, so kehrt dieser bestens ausgebildet zu seinem Stammverein zurück.

Zusammenhalt als stärkste Tugend

Dem ersten Jahrgang bietet sich im Playoff-Final mit Hin- und Rückspiel die einmalige Gelegenheit, Schweizer Meister zu werden. Die Talente haben sich vor sechs Jahren «gefunden» und arbeiten seither an ihrem Traum. «Der Zusammenhalt ist unsere grösste Stärke», sagt Captain Marc Rügge.

«Wir spielen seit Jahren in einer kaum veränderten Mannschaft. Das schweisst zusammen.»

Als «grosse Familie» haben die jungen Handballer einige Widrigkeiten überwunden auf dem Weg in den Final. Da waren die abgebrochene Vorsaison und das monatelange Trainingsverbot. Dazu trafen die Verletzungen von zwei Leistungsträgern die Equipe hart. Doch kein Hindernis hielt das Team von Trainer Raphael Kramer auf. Der Final sei das Resultat aus vier Jahren gemeinsamer Arbeit. «Wir sind unglaublich stolz, hier zu sein», sagt Kramer.

Die Wege trennen sich nach dieser Saison

Einmalig für das RLZ Fürstenland ist die Möglichkeit auch deshalb, weil der Grossteil der Mannschaft in dieser Form nie mehr zusammenspielen wird. Aufgrund des Alters wechseln die meisten in den Erwachsenenbereich. «Viele von uns werden nie mehr die Chance erhalten, Schweizer Meister zu werden», sagt Captain Rügge. Diese Gelegenheit will die verschworene Einheit des RLZ Fürstenland wahrnehmen.

Hinweis

Das erste Finalspiel findet am Samstag um 14 Uhr in Gossau statt und wird live kommentiert auf handballtv.ch übertragen.