Eine Dialektkomödie: Skurrile Schifffahrt im Theater am Dom

Am Samstag findet in der Aula der Meitleflade die Premiere von «Schiff über Bord!» statt.

Timon Reich
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Das Theater am Dom bei den Proben. (Bild: PD)

Das Theater am Dom bei den Proben. (Bild: PD)

Bald werden in der Aula der Meitleflade der Anker gelichtet und die Segel gehisst. Am Samstag startet die Premiere der Komödie «Schiff über Bord!» des Theaters am Dom.

«Ich freue mich sehr, dieses Jahr mit einem ganz besonderen Bühnenbild aufzutreten», sagt Oliver Grawehr, der wie die letzten Jahre auch schon Regie führt. Dienten vorher immer Häuser und Wohnungen als Schauplatz, warte man ab Samstag mit einem Novum auf. «Die Dialektikkomödie spielt ausschliesslich in einem Schiff», erklärt der Seklehrer.

Eine Schifffahrt entscheidet über die Zukunft

Grawehr engagiert sich bereits seit einigen Jahren beim Theater am Dom. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen organisiert er immer im Herbst ein kleines Theaterstück, das jeweils während einer Woche aufgeführt wird.

In der diesjährigen Vorführung «Schiff über Bord!» geht es um ein Rheinschiff namens «Sausewind», dessen Passagierzahlen in letzter Zeit sehr bescheiden ausfallen. Nun wurde die Gesellschaft an einen neuen Besitzer verkauft, welcher der «Sausewind» einen Inspektionsbesuch abstattet. Da nur ein einziger Passagier eine Reise gebucht hat, beschliesst die Crew, nicht nur die Personalaufgaben wahrzunehmen, sondern auch noch die Passagiere zu spielen. Ob sie das Schiff damit vor den drohenden Sparmassnahmen retten kann und wie sie den Mehrfachrollen gerecht wird, thematisiert die Inszenierung in ihrem Verlauf.

«Mit der Komödie haben wir eine Geschichte ausgesucht, die erst kürzlich erschienen ist und in der Gegenwart spielt.»

Das sagt Oliver Grawehr, der auch an seiner Schule so manches Theaterprojekt realisiert hat. Dani von Wattenwyl, der Verfasser der Geschichte, baue viele Bezüge zur Aktualität ein.

Fünf Vorstellungen vorgesehen

Das Theaterstück werde mehrere Male aufgeführt, um unter anderem den hohen Besucherzahlen in der Aula an der Moosbruggstrasse 21 Rechnung zu tragen. So kann die Produktion in zwei Akten am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 15 Uhr besucht werden. Ausserdem wird die etwa zweistündige Darbietung auch nächste Woche am Mittwoch und Samstag, jeweils um 19.30 Uhr, und am Sonntag um 15 Uhr zu sehen sein. Der Eintritt für «Schiff über Bord!» ist dabei frei. Es wird eine Kollekte erhoben, die für einen guten Zweck gespendet wird.