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Zwei Motorboote gekentert: Seerettung Rorschach hat alle Hände voll zu tun

Gleich zwei Motorboote sind innerhalb von 24 Stunden vor Altenrhein gesunken. Eine aussergewöhnliche Situation für die Einsatzkräfte.
Perrine Woodtli
Am Sonntag sank ein Motorboot beim Schilfgürtel vor Altenrhein. Vermutet wird ein technischer Defekt. (Bild: PD)

Am Sonntag sank ein Motorboot beim Schilfgürtel vor Altenrhein. Vermutet wird ein technischer Defekt. (Bild: PD)

Zuerst wurde die Seerettung am Sonntagabend gerufen. Ein Bootsbesitzer bemerkte in der Bucht vor Altenrhein, wie sein Motorboot plötzlich zu sinken begann. 20 Minuten später waren die Seeretter vor Ort. Alle Personen des gekenterten Bootes konnten sicher an Land gebracht werden. Warum und wo Wasser in das Boot eingetreten ist, sei noch unklar, sagt Mauro Montagner von der Seerettung Rorschach. «Das kann jeweils erst an Land beziehungsweise in der Werft, geklärt werden.» Sobald die Seerettung das Boot ausgewassert hatte, war der Einsatz für sie abgeschlossen.

Am Tag darauf dann der nächste Alarm. Am Montagnachmittag touchierte ein Motorboot wegen eines Fahrfehlers die Larsenwand bei der Hafeneinfahrt Altenrhein und begann zu sinken. Auch hier konnte die Besatzung auf anderen Booten in Sicherheit gebracht werden. «Für uns ist es jeweils das Wichtigste, dass keine Menschen in Gefahr oder verletzt sind», sagt Montagner. Wenn dies der Fall sei und es sich «nur» um Materialschaden handele, fahre die Seerettung auch nicht mit Blaulicht los. «Das Boot ist dann bereits auf Grund gelaufen. Das können wir nicht mehr verhindern», begründet er.

Sicherer Einsatz dank zweier Einsatzboote

Bei beiden Einsätzen mussten Taucher der Seerettung Hebesäcke und Hebefallschirme an den havarierten Booten anbringen. Die Bergungshilfen wurden anschliessend mit Pressluft gefüllt, sodass die Boote langsam und kontrolliert über die Wasseroberfläche angehoben werden konnten. Damit die Boote wieder schwimmfähig sind, wurden die Lecks abgedichtet. Anschliessend konnte das Wasser aus dem Inneren der Boote mittels Pumpen abgesaugt werden. Im Anschluss wurden die Havaristen in den Hafen Marina Rheinhof geschleppt, wo sie mit Hilfe eines Krans ausgewassert wurden.

Verletzt wurde beim Einsatz niemand. (Bild: PD)

Verletzt wurde beim Einsatz niemand. (Bild: PD)

Beide Male waren die Seeretter mit ihren beiden Booten «Christophorus» und «Neptun» unterwegs. Ein Einsatzboot rückt laut Montagner unmittelbar aus. Bei Bedarf und nach der ersten Lagebeurteilung läuft auch das zweite Boot mit weiterem Bergungsmaterial und Tauchern aus. «Dank dem, dass wir zwei Boote besitzen, konnten wir die Einsätze sicher bewältigen.» Dass sich gleich zwei aufwendige Einsätze in so einer kurzen Zeitspanne abspielten, sei schon speziell, sagt Montagner. «So einen Fall hatten wir schon länger nicht mehr. Aber das kann man eben nicht planen», sagt er. «Das war bei beiden Einsätzen eine Bergung wie aus dem Bilderbuch.»

Präsenz auf dem See zeigen

Bereits am Freitag musste die Seerettung ausrücken. In Staad wurde ein Segelboot wegen des stürmischen Wetters an die Hafenmauer gedrückt. Die Seerettung befreite das Boot aus der misslichen Lage. Zuvor sei es ruhig gewesen. «Meistens passiert genau dann etwas», so Montagner. Wenn die Seeretter nicht zu einem Einsatz ausrücken, sind sie im Bereitschaftsmodus. Bei stürmischem Wetter machen die Mannschaften Kontrollfahrten. «Wir zeigen regelmässig Präsenz auf dem See», sagt Montagner. «So gewinnen die Retter auch gleich immer an Routine.»

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