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Eine Ausstellung im St. Galler «Haus zur Ameise» thematisiert eine Zwangsumsiedlung in Peking

Auf den Spuren von Pekings Wandel: Der Künstler Simon Zangger erzählt mit Fotografien und Videofilmen von der Zwangsumsiedlung in einem Pekinger Viertel. Das «Haus zur Ameise» zeigt seine Werke.
China im Umbruch: Neue Hochhäuser ersetzen einfache Behausungen. (Bild: PD)

China im Umbruch: Neue Hochhäuser ersetzen einfache Behausungen. (Bild: PD)

Der Künstler Simon Zangger präsentiert vom 13. bis 22. Juni im «Haus zur Ameise» an der Augustinergasse 17 sein Projekt «Hutong Nostalgia». In seiner Ausstellung erzählt der Künstler von der Zwangsumsiedlung von Bewohnern eines Pekinger Viertels. Diese wurde im Sommer 2015 gezwungen, ihre einfachen Behausungen zu verlassen, weil an deren Stelle moderne Hochhäuser entstehen sollten.

Zangger lebte im Winter 2015 während dreissig Tagen in dem schon abgeriegelten Viertel. Er arbeitete ehrenamtlich in einem Kiosk, um so engere Beziehungen zu den Bewohnern des Viertels zu knüpfen. Er nahm Anteil an ihren Sorgen und Nöten angesichts der erzwungenen Umsiedelung sowie an ihren Zukunftshoffnungen. Seine Eindrücke übersetzt Zangger in Fotografien, Videofilme und sprachliche Berichte. Einige dieser Werke werden nun in der «Ameise» gezeigt.

Ansatzpunkt für Zanggers Projekt war seine Ansicht, dass Kultur, Wirtschaft und Politik in China sowie die Lebensumstände der Menschen in den westlichen Medien oft mit verallgemeinernden Unterstellungen dargestellt würden. Zugereiste Fotografen hätten zerstörte Wohnviertel und neuerrichtete Hochhäuser, Behelfshütten und Geisterstädte zum Klischee gemacht, heisst es in der Beschreibung der Ausstellung. Deshalb entschied sich Zangger dafür, sich mit der Verwandlung von Chinas Hauptstadt vertrauter zu machen.

Am Mittwoch, 19. Juni, ist die Ausstellung geschlossen. Dafür findet um 20 Uhr im Ex-Rex ein Gespräch mit dem Künstler statt. Zangger wird über seine Erfahrungen in China und die Arbeit in der chinesischen Hauptstadt sprechen.

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