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Einbrecher suchen Gossau heim

In Gossau ist in den vergangenen Wochen immer wieder eingebrochen worden. Ein Quartier traf es gleich mehrmals. Es ist nicht auszuschliessen, dass es sich dabei um dieselben Täter handelt.
Perrine Woodtli
Auch in Gossau gehen Einbrecher zurzeit auf Beutezug. (Bild: Mareycke Frehner (8.Dezember 2015))

Auch in Gossau gehen Einbrecher zurzeit auf Beutezug. (Bild: Mareycke Frehner (8.Dezember 2015))

Die Dunkelheit setzt zurzeit früh und schnell ein: Hochsaison für die Einbrecher. Auch in Gossau sind sie unterwegs. In den vergangenen zwei Monaten gab es neun Einbrüche. Gleich mehrmals innert kurzer Zeit traf es das Quartier Gozenberg, das südwestlich hinter dem Bahnhof liegt. Zwischen dem 26. Oktober und dem 3. November wurde dort dreimal eingebrochen. Nämlich in eine Parterrewohnung an der Talstrasse, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Badweg und in ein Einfamilienhaus an der Büelwiesstrasse. Zudem drangen Einbrecher in eine Parterrewohnung an der nah gelegenen Bachwisenstrasse ein.

Die Einbrecher stahlen jeweils Geld und Schmuck im Wert von mehreren hundert oder tausend Franken. Zudem entstand Sachschaden, unter anderem, weil Fenster oder Terrassentüren eingeschlagen wurden.

Zwei Einbrüche im selben Zeitfenster

Bei der Liste der Einbrüche in Gossau sticht der 3. November heraus. An diesem Samstag wurde innerhalb des fast identischen Zeitfensters, zwischen frühem Nachmittag und Abend, zweimal eingebrochen, an der Büelwiesstrasse und am Badweg. Die Strassen liegen weniger als zehn Gehminuten auseinander. Die Möglichkeit, dass es sich dabei um dieselben Täter handelt, bestehe durchaus, sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. «Wir können das aber weder bestätigen noch dementieren. Hierzu laufen Ermittlungen.»

Die Polizei müsse die gesicherten Spuren abgleichen. Grundsätzlich werde bei allen Einbrüchen geschaut, ob eine Verbindung zwischen verschiedenen Taten bestehe oder nicht, sprich ob es sich um ein Seriendelikt handelt.

Dass Einbrecher mehrmals an einem Tag in der gleichen Gegend – wie möglicherweise im Quartier Gozenberg – einbrechen, komme auf die Täter drauf an. «Bei Serieneinbrechern kommt es durchaus vor, dass sie sich in kurzer Zeit durch ein Quartier arbeiten und danach das nächste in Angriff nehmen», sagt Schneider.

Wieso die Einbrecher in jenem Teil Gossaus auf Beutezug gingen, sei schwierig zu beurteilen.

«Einbrecher suchen sich meistens Objekte aus, die gute Fluchtwege bieten. So sind Orte entlang der Autobahn A1 beliebter als abgelegene Bergorte.»

Man gehe davon aus, dass die Täter die Einbruchobjekte auskundschaften und auf Schwachstellen achten, etwa ob der Einstiegsort gut sichtbar ist oder nicht. «Dann kommt es auch drauf an, wie risikofreudig die Täter sind.»

Einbruchszahlen schwanken stark

Vier Einbrüche in neun Tagen in derselben Gegend. Hinzu kommen fünf weitere seit dem 1. Oktober, die sich in Gossau verteilten. Die Kantonspolizei führt eine «Top-Fünf-Einbruchsrangliste». Beachtet werden dabei jeweils die Einbrüche der letzten vier Wochen. So befand sich Gossau kürzlich noch auf Platz fünf im Vergleich zu anderen Orten im Kanton. Inzwischen ist Gossau wieder aus der unrühmlichen Liste herausgefallen.

«Da die Einbruchzahlen immer relativ stark schwanken, schauen wir die Trendentwicklungen momentan nur innerhalb der letzten vier Wochen an», sagt Schneider. Wegen der Schwankungen könne er nicht sagen, welchen Rang Gossau durchschnittlich belegt. «Was ich aber sagen kann ist, dass Gossau nicht mehr oder weniger von Einbrüchen betroffen ist als andere Gemeinden.»

Die Polizei sei in der dunklen Jahreszeit mit so vielen Patrouillen wie möglich in den Quartieren unterwegs. «Wir können aber nicht immer überall sein und sind deshalb auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen», sagt Florian Schneider. «Wir bitten die Bürger uns Verdächtiges zu melden, damit wir Personen oder Fahrzeuge gezielt kontrollieren können und so hoffentlich den einen oder anderen Einbrecher erwischen.»

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