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Ein Zentrum aus Knete - Eggersrieter suchen Ideen für die Zukunft ihres Dorfes

Bei einem Workshop haben rund 20 Bürgerinnen und Bürger Visionen für das Zentrum von Eggersriet entwickelt − auch mit Modelliermasse. Der Prozess wurde nach dem Nein zum Schulhauswettbewerb angestossen.
Roger Fuchs
Blick auf das Schulareal im Zentrum von Eggersriet, das neu konzeptioniert werden soll. Bild: Ralph Ribi (31. Januar 2018)

Blick auf das Schulareal im Zentrum von Eggersriet, das neu konzeptioniert werden soll. Bild: Ralph Ribi (31. Januar 2018)

Der vom Schulrat Eggersriet vorgeschlagene neue Schulstandort auf der Heimatwiese hat viele Gegner. Es gibt auch Ängste, was danach mit dem heutigen Schulareal im Herzen des Dorfes passieren könnte. Besagte Arealentwicklung ist aber nicht Aufgabe des Schulrats, sondern der Gemeinde. Und so hat der Gemeinderat kürzlich zu einem Workshop eingeladen. «Unser Ziel war es, Impulse aus der Bevölkerung zu bekommen», so Gemeindepräsident Roger Hochreutener. Das heutige Schulareal liege sehr zentral und grenze an ein Einfamilienhausquartier und an sensible Ortsbildschutzbereiche. «Entsprechend verständlich ist für mich, wenn Bürger zuerst wissen wollen, wohin die Reise auf diesem Areal gehen könnte, bevor sie sich für einen neuen Schulstandort entscheiden.»

Mit Modelliermasse Zentrumsideen entworfen

20 Bürgerinnen und Bürger haben sich zum kürzlich angebotenen Workshop eingefunden. Aufgeteilt in Gruppen wurde unter Anleitung des Architekten Bruno Bossart, Mitglied des Fachgremiums Bau und Planung, visioniert. Dabei stand auch Modelliermasse zur Verfügung. «So sind ganze Überbauungskonzepte entstanden für den Fall, dass dieses Gebiet nicht mehr als öffentliche Zone genutzt wird», sagt Hochreutener. Zahlreiche Fragestellungen galt es dabei zu berücksichtigen: mögliche Nutzungen, Siedlungsstruktur, Nähe zu Einfamilienhausquartier, Umgang mit Schutzobjekten, Verkehrsplanung, Fusswegverkehr, Bachöffnung und vieles mehr. Eine Gruppe hat gemäss Hochreutener den Übergang von den historischen Schutzobjekten wie der Kirche und dem Pfarrhaus zum Einfamilienhausquartier perfekt orchestriert. Zwei Gruppen wiederum hätten den Fokus zusätzlich auf die Hauptstrasse und eine mögliche Torwirkung gelegt. Die Verkehrsteilnehmenden sollten merken, dass sie in den Kernbereich des Dorfes einfahren.

Auch wenn es sich in erster Linie um eine Ideensammlung handelte, so soll das Besprochene nicht versanden. Zumal sich gemäss Roger Hochreutener auch klare Grundhaltungen herauskristallisierten: Demnach soll ein öffentlicher Platz oder Park entstehen und so mindestens die Hälfte des Areals der Öffentlichkeit zugänglich machen. Auch soll dieser Platz eine hohe Aufenthaltsqualität aufweisen und eine gute Vernetzung mit anderen Wegen, Plätzen und öffentlichen Gebäuden schaffen. Zudem zeigt man sich offen gegenüber verdichtetem Bauen, die Parkgestaltung soll in die Wohnsiedlung eingebunden und die Bachöffnung in die Parksituation integriert werden.

All dies wird nun in einen Bericht einfliessen, der an die Eggersrieter Haushaltungen verschickt wird. Auch die auf der Gemeinde schriftlich eingegangenen Rückmeldungen zum Areal werden aufgenommen.

Jetzt sind wieder die Schulbürger am Zug

In einem nächsten Schritt wird sich der Schulrat nochmals zu den Schulstandorten erklären müssen. Sodann könnte ein weiterer Anlauf gestartet werden, um bei den Stimmbürgern einen Wettbewerbskredit für einen Neubau auf der Heimatwiese zu beantragen. Entscheiden sich die Schulbürger dereinst für einen definitiven Umzug auf das neue Areal, könnte die Gemeinde tätig werden und den Auftrag für einen Studienwettbewerb für das heutige Schulareal formulieren. Auf der Basis des geschilderten Workshops sollen dabei klare Rahmenbedingungen gesetzt werden.

Ursprünglich hatte der Schulrat gehofft, im günstigsten Fall Ende 2021 mit dem Bau zu beginnen und das neue Schulhaus 2024 beziehen zu können.

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