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Vandalismus: Goldach zeigt Störenfrieden die Grenzen auf

Die Gemeinde Goldach hat die Arbeitsgruppe «Ordnung im öffentlichen Raum» wieder ins Leben gerufen. Eine neu installierte Überwachungskamera beim Oberstufenschulhaus am Schülerweg ist eine erste Massnahme für mehr Sicherheit.
Rossella Blattmann
Auch auf dem Schulhausplatz der Oberstufe in Goldach sind Littering und Vandalismus ein bekanntes Problem. (Bild: Jolanda Riedener)

Auch auf dem Schulhausplatz der Oberstufe in Goldach sind Littering und Vandalismus ein bekanntes Problem. (Bild: Jolanda Riedener)

Gegen Vandalismus und Littering an einem Strang ziehen: Die Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Gemeindeführung, Bauverwaltung, Polizei, Securitas, Jugendtreff und Schule ist wieder aktiv. Das schreibt der «Wellenbrecher», das Goldacher Gemeindeblatt, in seiner Juni-Ausgabe. Durch Präventionsarbeit, Ausbau der bestehenden Videoüberwachung sowie Intervention der Polizei und Securitas wolle man Phänomene wie Littering, Sachbeschädigung und Vandalismus eindämmen, schreibt der «Wellenbrecher». Diese hätten in letzter Zeit an Brisanz zugenommen, zudem wolle die Gemeinde in diesen Fragen klar Stellung beziehen.

Schulpräsident Andreas Gehrig leitet die Arbeitsgruppe. «Auslöser für die Wiedererweckung war insbesondere ein Zwischenfall im letzten Herbst an Halloween», sagt Gehrig. «In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November haben Vandalen bei der Oberstufenanlage am Schülerweg gewütet.» Dabei sei ein erheblicher Sachschaden entstanden.

Prävention statt Intervention

Gegenüber früher habe es in der Arbeitsgruppe personelle Veränderungen gegeben, sagt Gehrig. «Doch grundsätzlich ist die Zusammensetzung der Gruppe gleich geblieben. Es sind nach wie vor Personen aus Gemeinderat, Polizei, Securitas, offener Jugendarbeit und Schule in der Gruppe vertreten.» Mit positiv wirkenden Massnahmen soll unerfreulichen Entwicklungen frühzeitig begegnet werden, ergänzt Gehrig. Konkret bedeutet das: Neu kontrolliert seit wenigen Tagen eine Überwachungskamera nicht nur die Primarschule Bachfeld, auch das Oberstufenschulhaus besitzt jetzt eine Überwachungsanlage. Bereits im März diskutierte die Gemeinde Goldach über Überwachungskameras auf dem Areal der Oberstufenanlage. Nicht nur Vandalen, sondern auch Drogendealer hatten sich vermehrt auf dem Areal herumgetrieben.

«In der kurzen Zeit seit Inbetriebnahme wurde nichts Verdächtiges festgestellt», sagt Gehrig. «Während der Sommerferien erwarten wir eine eher ruhige Zeit. In Goldach findet der Sommer nicht im Dorf, sondern am See statt», sagt er. Die Haltung des Gemeinderates in Sachen Videoüberwachung sei es, so zurückhaltend wie möglich zu sein. Es könne auch durchaus sein, dass in Zukunft die Überwachungskameras bei beiden Schulhäusern wieder entfernt würden. «Ziel der Neuaktivierung der Arbeitsgruppe ist es nicht, die Goldacher Jugendlichen rund um die Uhr zu überwachen und einen Überwachungsstaat einzurichten», sagt Gehrig. Es stecke ein positiver Ansatz dahinter.

Gefahren frühzeitig erkennen

«Ich möchte den Goldacherinnen und Goldachern grundsätzlich ein Kränzli winden», sagt Gehrig. Sie halten sich weitgehend an die Regeln eines ordentlichen Umgangs im öffentlichen Raum, und im Dorf sei es sehr sicher. Dennoch sei es wichtig, als Gemeinde im Kampf gegen Littering und Vandalismus klar Stellung zu beziehen, sagt der Gol-dacher Schulpräsident.

Urs Bücheler ist Sicherheitsberater bei der Kantonspolizei St. Gallen. Er bestätigt, dass der Zwischenfall an Halloween dazu geführt habe, dass die Arbeitsgruppe wieder zum Leben erweckt wurde. «Der Sachschaden damals belief sich auf mehrere 1000 Franken», sagt Bücheler.

«Bei der Arbeitsgruppe handelt sich um eine Radargruppe», sagt der Goldacher Polizist. Gefahren sollen möglichst früh erkannt werden. «Auf dem Oberstufen-Schulhausplatz lungerten immer wieder kiffende Jugendliche herum. Das führte in Goldach zu einem gewissen Unwohlsein.» Die Arbeitsgruppe solle diesem Gefühl der Unsicherheit im ganzen Dorf nun endgültig ein Ende setzen.

Jugend bekämpft Littering im Dorf

Die Jugendlichen in Goldach beteiligen sich aktiv daran, ihr Dorf sicher und sauber zu halten. «Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit überarbeitet die Jugendarbeit die Regeln auf den öffentlichen Plätzen in Goldach», sagt Fabian Eberle, Leiter des Jugendzentrums, im «Wellenbrecher». Im Vordergrund stehe eine partizipative Auseinandersetzung mit der Thematik Ordnung im öffentlichen Raum. «Dabei sollen Erwachsene wie auch Jugendliche involviert sein, da uns dieses Thema alle etwas angeht.»

Die Goldacher Jugendlichen werden in die Diskussion integriert und realisieren diverse Projekte. So haben sie an einem Wochenende Abfall gesammelt und anschliessend präsentiert.

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