Ein weiteres Gebäude für die Universität St.Gallen

Die HSG-Stiftung hat die Liegenschaft an der Rosenbergstrasse 51 gekauft. Sie lindert die Raumnot der Universität.

David Gadze
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Im Gebäude an der Rosenbergstrasse 51 hat die Universität St.Gallen künftig noch mehr Platz.

Im Gebäude an der Rosenbergstrasse 51 hat die Universität St.Gallen künftig noch mehr Platz.

Urs Bucher

Die Universität St.Gallen (HSG) kommt in die Stadt herunter. 2027 will sie, wenn alles nach Plan läuft, den neuen Campus am Platztor beziehen. Dieser soll der Universität, die aus allen Nähten platzt, den dringend benötigten Raum für Lehre und Forschung sichern. Doch schon jetzt verstärkt die HSG ihre Präsenz in der Innenstadt: Wie aus den amtlichen Handänderungen hervorgeht, hat die HSG-Stiftung von der Visana AG die Liegenschaft an der Rosenbergstrasse 51 auf der Nordseite des St.Galler Hauptbahnhofs gekauft.

Damit kann die HSG ihre Raumnot etwas lindern. «Die HSG-Stiftung hat das Gebäude erworben, um dem Flächenbedarf der Universität nachzukommen», sagt Jürg Roggenbauch von der Kommunikationsabteilung der Universität St.Gallen. Die Stiftung habe das Gebäude per 1. Januar übernommen. Über den Kaufpreis hätten die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die bestehenden Mietverträge – im Gebäude sind unter anderem Büros der Visana und Gruppenpraxen – werden gemäss Roggenbauch fortgeführt. Auch die Parkplätze, die sich auf der Rückseite des Gebäudes im Erdgeschoss befinden, sollen bestehen bleiben. «Parkplätze an dieser Lage scheinen auch künftig bei der Nutzung als Bürohaus gefragt.»

Nutzung für mindestens zehn Jahre

Auch die Universität ist bereits heute im Gebäude eingemietet. Ihr wird dort künftig noch mehr Fläche als bisher zur Verfügung stehen. In Zukunft sollen gemäss Roggenbauch im Gebäude nebst Instituten auch studentische Initiativen Raum erhalten. Solche finden sich auch in anderen Liegenschaften der HSG, etwa an der Müller-Friedberg-Strasse, wo es einen Co-Working-Space oder Büros für Start-ups gibt.

Die Universität St.Gallen hat zuletzt mehrfach betont, den von ihr besetzten Wohnraum insbesondere auf dem Rosenberg in den kommenden Jahren wieder abgeben zu wollen – auch das soll dank des neuen Campus’ möglich sein.

Der Kauf der Liegenschaft an der Rosenbergstrasse 51 deutet jedoch darauf hin, dass die HSG beabsichtigt, dieses Gebäude länger zu nutzen. Jürg Roggenbauch bestätigt dies: «Die Universität plant, diese Räumlichkeiten für mindestens zehn Jahre zu nutzen.» Wie sich die Raumsituation danach genau entwickeln werde, hänge von verschiedenen Faktoren ab.

Eine Stiftung zur Förderung der Universität St.Gallen

Die HSG-Stiftung verfolgt das Ziel, die Universität St.Gallen in ihrer Entwicklung als eine der international führenden Wirtschaftsuniversitäten zu fördern. «Sie initiiert und bündelt Förderaktivitäten, um strategisch wichtige Projekte für die HSG zu realisieren, und trägt damit zur Sicherung der Exzellenz von Forschung und Lehre bei», schreibt die Stiftung auf ihrer Website. Sie hat beispielsweise das neue Learning-Center neben der Universität initiiert und mitfinanziert. Sie sichert sich auch immer wieder Liegenschaften für die HSG. So kaufte sie Anfang 2013 beispielsweise das Gebäude an der Tellstrasse 2, in dem zuvor die Fachhochschule eingemietet war. (dag)