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Die Holzsitze müssen weg: Jetzt ein Stück Espenmoos-Nostalgie sichern

Bald beginnt die Sanierung der Haupttribüne des Espenmoos. Dann verschwinden auch die alten Holzsitze. Diese kann man demnächst reservieren und so ein Stück St.Galler Fussballgeschichte besitzen.
David Gadze
50 Jahre nach ihrer Erstellung bekommt die Haupttribüne des Espenmoos neue Sitze. (Bild: Jil Lohse)

50 Jahre nach ihrer Erstellung bekommt die Haupttribüne des Espenmoos neue Sitze. (Bild: Jil Lohse)

Das Espenmoos ist für viele St.Galler Fussballfans ein Kultort. Auch elf Jahre nach dem Auszug des FC St.Gallen in die neue Arena im Westen der Stadt hat das Stadion im Heiligkreuz-Quartier nichts von seinem geschichtsträchtigen Charme eingebüsst – auch wenn es sein Aussehen stark verändert hat. Bis auf die Haupttribüne ist vom Stadion nichts übrig geblieben. Bald wird sich auch dieses letzte Element verändern: Mitte August beginnt die Sanierung der 1969 erbauten Haupttribüne mit dem geschwungenen Stahldach. Jetzt bietet sich allen Nostalgikern die Gelegenheit, sich die letzten Stücke der originalen Reliquien zu sichern. Denn infolge der Sanierung der Haupttribüne ersetzt die Stadt auch die alten Holzsitze. Die Sitzschale mit Unterkonstruktion kann man demnächst für 20 Franken pro Stück kaufen. In diesem Betrag inbegriffen ist auch eine Wurst mit Bier, die es am Abholfest vom 15. August zum Sitz und den Erinnerungen an alte Zeiten dazu gibt.

Gewinn kommt Fanprojekt zugute

Das Espenmoos sei noch «fest im kollektiven Fussballbewusstsein verankert», sagt Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner. Aus diesem Grund sollte der Verkauf der rund 1500 Stühle nicht zu einem «behördlichen Akt», sondern direkt von der Basis durchgeführt werden. So sei die Stadt mit der Idee, die Sitze unters Volk zu bringen, an die Macher des St.Galler Fussballmagazins «Senf» herangetreten. «Die Leute, die inspiriert sind von dem Ort und eine emotionale Bindung zu ihm haben, sollen das machen – und davon profitieren.» Der Gewinn aus der Aktion kommt einem Projekt im Umfeld der Fanszene zugute.

Bei der Beratung des Geschäfts für die Sanierung der Haupttribüne im Stadtparlament vor zwei Jahren war Kritik laut geworden an den Kosten von rund 2,3 Millionen Franken. Rechsteiner verteidigt den Entscheid, den Erlös aus dem Verkauf trotzdem nicht in die Stadtkasse fliessen zu lassen: «Wir haben die Stühle nicht als stille Reserve angesehen. Ziel der Stadt war es nicht, mit der Aktion Gewinn zu machen.»

«Dä schneller isch dä gschwinder»

Die Reservation der Sitze beginnt am Freitag, 19. Juli, 7 Uhr, und dauert bis Mittwoch, 7. August, 22 Uhr. Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform kann man sich dann den gewünschten Stuhl sichern. «Dä schneller isch dä gschwinder», sagt Ruben Schönenberger vom «Senf»- Kollektiv. Eine Beschränkung bei der Zahl der Reservationen gebe es nicht. Kaputte Stühle werden im Voraus aussortiert. Die Reservation ist verbindlich. Die Sitze müssen dann am Abholfest, das am 15. August um 19 Uhr beginnt, im Espenmoos abgeholt beziehungsweise vor Ort demontiert werden. Werkzeug wird zur Verfügung gestellt. Hansueli Rechsteiner hofft, dass am Fest auch «altgediente St.Galler Fussballer» wie der heutige Stadtingenieur Beat Rietmann, Tranquillo Barnetta oder Marc Zellweger anwesend sein werden. «Das würde mich sehr freuen.»

Holzsitz hier ergattern: www.senf.sg/hol-dir-die-schale

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