Goldschmiedin Nina Kahl über die Weltmeisterschaften: «Ein Podestplatz war von Anfang an nicht realistisch»

Die Goldacherin Nina Kahl ist in Kasan, Russland, als Goldschmiedin bei den Berufsweltmeisterschaften angetreten. Vor wenigen Tagen ist sie in die Schweiz zurückgekehrt.

Sheila Eggmann
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Die 22-jährige Nina Kahl ist Berufsschweizermeisterin in der Kategorie Technik. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Die 22-jährige Nina Kahl ist Berufsschweizermeisterin in der Kategorie Technik. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Sie erreichten an den «WorldSkills» den zwölften Platz. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?

Nina Kahl: Der Wettkampf ist nicht schlecht gelaufen. Ich konnte alles geben, was mir möglich war.

Sind Sie enttäuscht, dass es nicht unter die ersten drei gereicht hat?

Nein. Ein Podestplatz war von Anfang an nicht wirklich realistisch. Es hat schon länger kein Schweizer Goldschmied mehr an den «WorldSkills» mitgemacht, deshalb hat uns die Erfahrung gefehlt. Das Wissen über die Gewichtung der Punkte zum Beispiel. Es war deshalb mehr ein Herantasten. Mit meiner Teilnahme möchte ich dem Nachwuchs eine Chance bieten, das nächste Mal mit mehr Vorwissen starten zu können.

Sie waren zuerst unsicher, ob Sie überhaupt mitmachen sollen. Weshalb?

Nach meinem Schweizer-Meistertitel und der Lehrabschlussprüfung war ich ein wenig erschöpft. Ich wusste, dass die Teilnahme an den Weltmeisterschaften einen grossen zeitlichen Aufwand bedeutete. Jetzt im Nachhinein bereue ich meine Teilnahme aber gar nicht. Es war eine grandiose Erfahrung.

Wie gefällt Ihnen Russland?

Vom Land habe ich nicht viel gesehen. Wir waren kurz in einem Skigebiet und haben einen Ausflug in die Stadt gemacht. Das, was ich gesehen habe, fand ich aber recht schön.