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Rorschacher Wirt liess seine Gäste trotz Rauchverbot paffen: Nun wagt er mit Fumoir einen Neuanfang im «Mariaberg»

«Münzhof»-Wirt Reto Labhart wirtet an der Jazz Night am Freitag erstmals in der Musig Bar Mariaberg. Grund für den Umzug in Rorschach ist ein Fumoir.
Jolanda Riedener
Vor zwölf Jahren eröffnete Reto Labhart die Münzhofbar: Am Freitag wirtet er erstmals im «Mariaberg». (Bild: Jolanda Riedener)

Vor zwölf Jahren eröffnete Reto Labhart die Münzhofbar: Am Freitag wirtet er erstmals im «Mariaberg». (Bild: Jolanda Riedener)

Die Reklamen werden gerade ausgetauscht: Neu leuchtet «Musig Bar Mariaberg» auf dem Wirtshausschild an der Hauptstrasse in Rorschach. Im Juli haben Claudia und Ralph Leisi das Restaurant verlassen. Auch der Eingang am Lindenplatz wird neu beschriftet: «Sound, Food, Bar, Fumoir» heisst es auch dort und fasst das Konzept von Reto Labhart und seinem Team zusammen. Wobei vor allem Letzteres den Ausschlag gab, weshalb der «Münzhof»-Wirt das Lokal wechselt.

Am Samstag feierte Labhart den letzten Abend in der Münzhofbar. «Das war schon irgendwie seltsam nach zwölf Jahren», sagt er. Genau 150 Monate lang wirtete er dort. Als Aussendienstmitarbeiter in der Gastrobranche hat der 62-Jährige viele Betriebe von einer anderen Sichtweise aus kennen gelernt. Schliesslich entschied er sich, selber einzusteigen, und eröffnete damals die Münzhofbar.

Offizielles Fumoir statt Bussen

«Mit der Einführung des Rauchverbots hatte ich zu kämpfen», sagt Reto Labhart. Vor allem die vergangenen drei Jahre seien hart gewesen. Er sagt:

«Wenn die Gäste nicht rauchen dürfen, mache ich halb so viel Umsatz.»

So liess er seine Kunden, von denen 80 Prozent rauchten, halt paffen und zahlte dafür auch einmal tausend Franken Busse. Die Situation sei unglücklich gewesen. Und: «Man wusste nie, ob der nächste Gast vielleicht ein Polizist ist.»

Im April reichte er mit Eigentümer Urs Räbsamen ein Gesuch für das Fumoir ein, Mitte September wurde es bewilligt. «Seither musste alles schnell gehen», sagt er, während er mit seinen Mitarbeiterinnen einige Kisten Material auspackt. Eine Glasfront trennt den Fumoirbereich mit Blick auf die Hauptstrasse vom Rest des Lokals. Dort wird ausserdem eine orientalische Ecke zum Wasserpfeifenrauchen eingerichtet.

Es gibt noch einiges zu tun, denn am Freitag öffnet Reto Labhart das Lokal erstmals anlässlich der Jazz Night. Dann spielt die River House All Star Band und Labhart serviert ein Jazz-Menu. Noch seien wenige Plätze frei für das Abendessen (Reservation unter Tel. 0796968885). Livemusik gehört auch ins Konzept der Music Bar Mariaberg, wenn auch normalerweise in Richtung Pop und Rock.

Karaoke, Livemusik und Nachwuchsförderung

Offizielle Eröffnung ist am 7. November mit Apéro. Danach ist die Musig Bar Mariaberg regelmässig, von Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr geöffnet. Jeweils am Mittwoch will er mit der Reihe «Open Stage» vor allem jungen Bands eine Plattform bieten. Donnerstags gibt es Karaoke, freitags legt ein DJ tanzbare Musik auf.

Der Samstag ist für Livemusik und Karaoke reserviert, das Programm könne aber variieren. In den Sommermonaten werde er auf dem Lindenplatz Konzerte veranstalten. «Hier können wir das Konzert bei schlechtem Wetter ins Lokal verschieben. In der Münzhofbar ging das aus Platzgründen nicht», sagt er. Die gute Infrastruktur in der Küche wolle er nicht ungenutzt lassen und biete deshalb versuchsweise ein Gericht an: Entrecôte mit Café de Paris, Pommes allumettes und Bohnensalat.

Eine Nachfolgerin für die Münzhofbar hat Labhart bereits gefunden, am Montag übernimmt sie die Bar und führt sie in ähnlichem Stil weiter.

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