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Bewegung in der St.Galler Gastroszene: Restaurant in der Schwyter-Backstube

Die ehemalige Backstube der Bäckerei Schwyter im Herzen der Stadt wird gegenwärtig aufwendig umgebaut. Entstehen soll ein Gastronomiebetrieb. Die MüllerFischer AG investiert vier Millionen Franken.
Daniel Wirth
Baustelle am Blumenmarkt: Hier entsteht Neues in alten Mauern. (Bild: Michel Canonica (29. August 2018))

Baustelle am Blumenmarkt: Hier entsteht Neues in alten Mauern. (Bild: Michel Canonica (29. August 2018))

Wo die Bäckerinnen und Bäcker der Bäckerei Schwyter im Herzen der Stadt St. Gallen bis 2014 während über 100 Jahren Teig geknetet und Brot gebacken hatten, soll bis nächsten Sommer auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern ein neuer, einzigartiger Gastronomiebetrieb entstehen.

Doch der Reihe nach: Gegenwärtig werden die Liegenschaften Neugasse 16 und 18 und Marktplatz 11 grösstenteils ausgehöhlt und aufwendig renoviert. Die drei Häuser, die auf der alten Stadtmauer stehen und die von einem kleinen Innenhof voneinander getrennt sind, haben die Hand gewechselt; sie gingen von der Bäckerei Schwyter AG an die MüllerFischer AG über. Die Bäckerei verlegte ihre Produktion vor vier Jahren vom Stadtzentrum an die östliche Peripherie und bezog an der Schuppisstrasse einen Neubau; die Platzverhältnisse an der Neugasse und am Markplatz waren der Bäckerei Schwyter zu eng geworden.

Viele Referenzobjekte in der Stadt

An der MüllerFischer AG, der neuen Inhaberin der Häuserzeile am Blumenmarkt, sind die Fischer Altbau AG von Fabian Fischer und die Firma Gemag der Brüder Jérôme und Patric Müller je zur Hälfte beteiligt. Während die Brüder Müller in der Stadt St. Gallen bekannt sind – sie halten zusammen 12,25 Prozent der Aktien der FC St. Gallen AG –, kennt man Fabian Fischer weniger gut. Er ist ein Spezialist für die Sanierung von Altbauten. Zu seinen Referenzen gehören die Sanierung des «Sternackers», des Eckhauses an der Goliathgasse/Magnihalden oder der Umbau einer Jugendstilvilla an der Müller-Friedbergstrasse. Fabian Fischer legt Wert auf den Erhalt alter Bausubstanzen, wie er sagt.

Kebab-Laden Alpen Dedi bleibt am Blumenmarkt

Wenn er von den drei Häusern zwischen Blumenmarkt und Neugasse spricht, gerät er ins Schwärmen: «Die Liegenschaften stehen auf der alten Stadtmauer.» Zudem sei die Lage am Blumenmarkt beim Haus Union, in das die neue Kantons- und Stadtbibliothek kommen soll, einzigartig, «am Puls des Stadtgeschehens», wie es Fabian Fischer formuliert.

In den oberen Etagen baut die MüllerFischer AG acht Kleinwohnungen. Diese seien im Herbst dieses Jahres fertiggestellt und würden hernach vermietet, sagt Fischer. Im Parterre zur Neugasse bleibt der Verkaufsladen der Bäckerei Schwyter bestehen. «Schwyter hat einen langfristigen Mietvertrag», sagt Fischer.

Im Parterre zum Blumenmarkt befindet sich heute der Kebab-Laden «Alpen Dedi». Dessen Inhaber ist Yücel Ciman. Er sei ein verlässlicher Partner, sagt Fischer. Das Imbiss-Lokal werde etwas vergrössert und modernisiert und danach wieder an Ciman vermietet, der darin das «Alpen Dedi» mit seinem halben Dutzend Mitarbeitenden weiterführen werde. Er habe sich überlegt, ob ein Kebab-Laden in die renovierte Liegenschaft passe, sagt Fischer. Aber die Philosophie seines Unternehmens, Bestehendes zu bewahren, beziehe sich nicht nur auf alte Mauern, sondern auch auf die Beziehung zwischen Geschäftspartnern.

Noch ist der Wirt nicht bestimmt

Neben dem «Alpen Dedi» ist noch Gewerbefläche frei. Dort und im ersten Stock, in der ehemaligen Schwyter-Backstube, soll bis Sommer 2019 ein neuer Gastronomiebetrieb entstehen.

Gegenwärtig ist die Bauherrschaft noch in Verhandlungen mit den zuständigen Fachleuten der Direktion Planung und Bau; bis Mitte September will man sich gemäss Fischer einig sein, welches gastronomische Konzept in die Liegenschaft passt.

Derweil werden in der Stadt gerüchteweise Namen möglicher Pächter für das neue Restaurant im Schwyter herumgereicht. Am häufigsten genannter Name: Ruedi Gamper, Betreiber der nahen Süd-Bar, die gut läuft. «Wir sind mit verschiedenen Interessenten im Gespräch», sagt Fabian Fischer, «neben anderen auch mit Ruedi Gamper.» Sicher scheint nur eines: Die Pacht für das neue Lokal an bester Lage in der Stadt wird verhältnismässig hoch sein. Denn die MüllerFischer AG als Bauherrin investiert gemäss Fischer rund vier Millionen Franken in die komplette und aufwendige Sanierung der drei Häuser, die eine Einheit bilden. Ein Blick auf die Homepage der den Umbau ausführenden Fischer Altbau AG zeigt: Hier wird grossen Wert gelegt auf Qualität beim Material und bei der Ausführung der Arbeiten.

Wer der neue Wirt im Restaurant oder Bar in der Schwyter-Backstube wird, ist noch offen. Doch eines kann Fabian Fischer bereits heute preisgeben: «Die alten Stadtmauern sollen sichtbar gemacht und zelebriert werden». Sichtbar ist die Stadtmauer derzeit lediglich Auf dem Damm hinter dem Pic-o-Pello-Platz und am Spisertor.

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