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«Jahrein, jahraus am gleichen Ort zu arbeiten ist doch langweilig»: Das ist das neue Pächter-Paar der Badi Gossau

Vom Bergrestaurant in der Lenzerheide nach Gossau: Barbara Maissen und Thomas Urben führen ab Samstag das Restaurant der Gossauer Badi. Die Bündner haben schon einige Pläne für die Sommersaison.
Elena Fasoli
Barbara Meissen und Thomas Urben wollen künftig auch Anlässe in der Badi Gossau durchführen. (Bild: Ralph Ribi (2. Mai 2019))

Barbara Meissen und Thomas Urben wollen künftig auch Anlässe in der Badi Gossau durchführen. (Bild: Ralph Ribi (2. Mai 2019))

«Es ist Tradition, dass die Badi am ersten Tag bei jedem Wetter geöffnet hat. Sogar, wenn man Schnee schaufeln muss», sagt Thomas Urben. Gemeinsam mit seiner Frau Barbara Maissen startet er am Samstag die Sommersaison im Freibad Gossau. Die beiden haben das Restaurant der Badi gepachtet. Erfahrung in Saisonbetrieben haben sie bereits reichlich. Das Paar führt seit vier Wintern das Bergrestaurant Alp Nova in der Lenzerheide. Dort führen sie 18 Mitarbeiter. Und zuvor wirteten sie über 20 Jahre in Davos.

Im Herbst letzten Jahres haben Maissen und Urben das Restaurant der Badi Gossau gepachtet. «Wir waren von Anfang an auf der Suche nach einem Badilokal für den Sommer», sagt Thomas Urben. Sie haben bereits in der Vergangenheit Freibad-Restaurants geführt. Dann begannen sie, auch im Sommer ein Berghaus zu betreiben. Vergangenen Sommer haben sie es dann genossen, weniger zu tun und Zeit mit ihrer Tochter zu verbringen. «Doch jetzt schlagen wir noch einmal zu», sagt Urben. Denn die Arbeit in der Gastronomie mache beiden nach wie vor Spass.

Einen Kaffee soll es künftig schon vor 10 Uhr geben

«Der Vorteil der Badisaison ist, dass sie sich nicht mit der Wintersaison in der Lenzerheide überschneidet», sagt Urben. Laut Maissen haben sie in Gossau ausserdem weniger Personal und somit auch weniger Büroarbeit. «Zudem haben wir genügend Freitage, da es in der Schweiz auch im Sommer genug regnet.» Als die beiden die Badi Gossau angeschaut haben, haben sie sofort zugesagt. Alles passe perfekt, auch von der Grösse her. Zudem seien sie zufrieden damit, nur die Verantwortung für das Restaurant zu haben.

«In einer Badi am Zürichsee waren wir nämlich auch Bademeister und mussten die Wiesen selber mähen.»

Seitdem die Saison in der Lenzerheide Ende März geendet hat, hat das Paar tagesweise die Sommersaison vorbereitet. Seit einer Woche sind die beiden Bündner nun ganz in Gossau. Während der Nebensaison hat das Restaurant geöffnet, wenn auch die Badi offiziell in Betrieb ist. Dabei spricht sich das Paar jeweils mit dem Bademeister ab. «Für das Morgenschwimmen, das jeden Tag stattfindet, öffnen wir bei gutem Wetter ebenfalls», sagt Urben. Bisher habe es in der Badi vor 10 Uhr keinen Kaffee gegeben. Dies solle sich ändern. «Meiner Meinung nach lohnt sich jeder Kaffee und jedes Gipfeli, dass wir an die Morgenschwimmer verkaufen.» Wenn das Wetter sehr schlecht sei, bleibe das Restaurant jedoch geschlossen.

Nicht immer am gleichen Ort arbeiten

Auf der Speisekarte des Restaurants stehen typische Badi-Gerichte wie Burger und Pommes frites. «Und eine Bratwurst gehört in St. Gallen einfach dazu», sagt Maissen. Neben den Klassikern soll es auch gesunde Optionen und Wochenhits geben. Neuerdings sollen auch Anlässe am Abend möglich sein. Auf Voranmeldung sollen etwa Grill- oder Jassabende für Vereine durchgeführt werden. «Wir haben von der Stadt die Bewilligung für diese Anlässe erhalten– sogar mit Alkoholverkauf», sagt Urben.

Barbara Maissen und Thomas Urben haben das Restaurant zwar für diese Saison gepachtet, planen jedoch länger zu bleiben. «Wir werden diesen Sommer sehen, wie gut es läuft», sagt Maissen. Anfangs werde hauptsächlich Thomas Urben vor Ort sein. «Wir haben im Kanton Graubünden eine 14-jährige Tochter, die wir nicht alleine lassen können.» Deshalb wechsle Maissen zwischen den beiden Orten hin und her. Während der Sommerferien sei dann voraussichtlich die ganze Familie in Gossau. «Es ist toll, dass wir beide unsere Stärken nutzen können», sagt Urben.

Denn er stehe lieber an vorderster Front, während seine Frau die Büroarbeit hervorragend erledige. Die Küche übernehme ein Paar, das auch während der Wintersaison für sie arbeite. Ausserdem werde das Team durch Aushilfen ergänzt. Barbara Maissen und Thomas Urben freuen sich auf die neue Aufgabe. Die Saisonarbeit sage ihnen zu, da sie die Abwechslung geniessen, sagt Urben.

«Jahrein, jahraus am gleichen Ort zu arbeiten und dieselben Gesichter zu sehen ist doch langweilig.»

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