Ein neues Bierfestival für St.Gallen:« Wir richten uns mit einer breiten Palette an alle Bierliebhaber»

Die Olma-Messen und die Bierakademie spannen zusammen: Im September findet das erste «Bierprobier»-Festival statt. Die Veranstalter erwarten rund 6000 Bierliebhaber.

Sandro Büchler
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Im Vordergrund stehe der Genuss am Bierfestival, sagen die Veranstalter. (Bild: PD)

Im Vordergrund stehe der Genuss am Bierfestival, sagen die Veranstalter. (Bild: PD)

Bereits drei Wochen vor der diesjährigen Olma soll St.Gallen neu dem Bier frönen. Die Olma-Messen künden das erstmals durchgeführte Festival «Bierprobier» an, welches am Wochenende vom 20. und 21. September stattfinden wird. «Das Festival richtet sich an alle Bierliebhaber ab 18 Jahren», sagt Organisator Daniel Oswald.

Die Besucher würden ein Degustationsglas mieten, und können sich anschliessend durch die «bunte Palette» des Bierangebots probieren. «Rund 30 Brauereien – von der kleinen bis zur überregional bekannten Brauerei – präsentieren ihre teils ausgefallenen Kreationen», sagt Oswald. Craft-Beer-Fans und jene, die eine Abwechslung zum gewöhnlichen Lagerbier suchen, sollen auf ihre Kosten kommen. Man wolle kein Sauffestival sein, im Vordergrund stehe der massvolle Genuss.

«Wie eine Weindegustation, aber mit Bier», verdeutlicht es Oswald.

Das Konzept erinnert stark an den Brausilvester. Die Schweizer Bierakademie hatte dieses Fest dreimal durchgeführt, zuletzt 2017 in der St.Leonhardskirche. Sie wirkt nun auch am neuen Bierfestival beratend mit. Guido Albrecht von der Akademie sagt: «Wir wollten mit dem Brausilvester wachsen.» Doch die hohen Mietpreise und die fehlende Infrastruktur in der Kirche bewogen Albrecht zu einer Verlegung an einen neuen Veranstaltungsort. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort sei man schon länger im Gespräch mit den Olma-Messen gewesen. «Wir stehen voll und ganz hinter der neuen Zusammenarbeit», sagt Bier-Sommelier Albrecht. Neu wird zum Bier passendes Essen angeboten.

«Kreativität ist heute von jedem Braumeister gefragt»

Primär will Albrecht die grosse Vielfalt der Ostschweizer Brauereien aufzeigen. Heutzutage berufe man sich oft auf frühere Traditionen beim Bierbrauen. «Gerade das gefragte IPA – das India Pale Ale – ist beispielsweise kein neuer Trend, sondern ein alter, nun neu aufgefrischter Braustil», sagt Albrecht. In jedem Fall sei Kreativität gefragt. Braumeister würden heutzutage von der Hefe bis zum Hopfen mit allen Ingredienzen experimentieren. Degustation ist das eine, das andere ist für Albrecht der Genuss zu Hause.

«Der Fokus liegt nicht nur beim Probieren, wir wollen auch die Möglichkeit bieten, das neue Lieblingsbier zu kaufen.»

Er hat die Getränkemärkte der Region mit ins Boot geholt. Nach dem Festival im September soll die Bierauswahl bei den Händlern verfügbar sein.

Hinweis

www.bierprobier.ch