Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Stadt verpasst IG Museumsquartier im St.Galler Wiesli-Streit einen Maulkorb

Das Museumswiesli bleibt das Streitobjekt im Quartier. Trotzdem gab es an der Hauptversammlung der IG Museumsquartier keine Informationen zum Projekt – auf Wunsch der Stadt.
Christoph Renn
Eine Pensionskasse plant auf dem Museumswiesli Wohnungen. Das Quartier wehrt sich gegen das Projekt. (Bild: Michel Canonica/Benjamin Manser)

Eine Pensionskasse plant auf dem Museumswiesli Wohnungen. Das Quartier wehrt sich gegen das Projekt. (Bild: Michel Canonica/Benjamin Manser)

Wiesliturm, Wieslifest, Wiesliputzete: Das Wort Wiesli fiel an der Hauptversammlung der IG Museumsquartier am Dienstagabend oft. Umso gespannter waren die Anwesenden, als Vorstandsmitglied Till Bannwart zum Traktandum Wiesli überging. Die Bewohner haben nämlich Angst um ihre Quartierwiese, weil die St. Galler Pensionskasse dort Wohnungen bauen will. Jedoch musste Bannwart die Mitglieder enttäuschen. Er präsentierte nur einen Rückblick, einen Ausblick liess er aus. «Wir haben uns mit der Stadt geeinigt, dass wir im Moment nichts zu diesem Thema sagen.» Nur soviel: «Es laufen konstruktive Gespräche.»

Auch Stadträtin Maria Pappa (SP) liess die Anwesenden über die Zukunft der Quartierwiese im Dunkeln. Zuerst müssten einige Grundsatzfragen geklärt werden, bevor sie weiter informieren werde. «Zudem fungiert die Stadt nur als Vermittlerin.» Immerhin verriet Till Bannwart, wann er Neuigkeiten präsentieren möchte. «Zwischen Sommer- und Herbstferien werden wir neue Fakten liefern können.» Ihre Position bleibe aber unverändert: «Die Wiese muss erhalten bleiben.» Zwar sei die IG auch für verdichtetes Bauen in der Stadt. «Aber nicht genau hier.»

Viele offene Fragen beim Spelteriniplatz

In seinem Jahresrückblick machte Till Bannwart nochmals deutlich, wie wichtig das Wiesli fürs Zusammenleben im Quartier sei. Im Anschluss an seine Ausführungen versicherte er Stadträtin Maria Pappa, dass er nicht nur wegen ihrer Anwesenheit sämtliche Wiesli-Anlässe vorgelesen habe. Sie nahm dies mit einem Lächeln zu Kenntnis.

Im Museumsquartier gibt momentan aber nicht nur die Quartierwiese zu reden. So beschäftigen die Quartierbewohner zwei weitere Bauvorhaben. Zum einen das geplante Theaterprovisorium, das beim Historischen- und Völkerkundemuseum geplant ist. Zum anderen die Begrünung des Spelteriniplatzes. Beide Projekte stecken laut Pappa in der Planungsphase.

«Beim Theaterprovisorium ist der Standort noch nicht definitiv.» Der Platz zwischen dem Kunst- sowie dem Historischen und Völkerkundemuseum sei zwar der prioritäre Ort. Der Kanton müsse jedoch noch einige Abklärung durchführen. «Das Baugesuch ist also noch weit weg», sagte Pappa. Beim Spelteriniplatz habe die Stadt mittlerweile Gespräche mit dem Circus Knie und mit den Markthändlern geführt. Sie wären von den Anpassungen am stärksten betroffen. «Die Frage nach einer möglichen Parkplatzaufhebung ist noch gänzlich offen.» Mögliche Änderungen seien nicht vor Frühling 2019 zu erwarten.

2500 Franken für den Wiesliturm

Zum Schluss präsentierte Till Bannwart die Finanzen der IG Museumsquartier. Im vergangenen Jahr habe man bei einem Vermögen von 6679 Franken einen Gewinn von 3841 Franken erzielt. Der Grossteil des Geldes sei durch Spenden für den Wiesliturm und Mitgliederbeiträge eingegangen. Die 2500 Franken für die Sanierung des Spielplatzes seien aber zweckgebunden. Der Turm soll noch in diesem Jahr renoviert werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.