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Ein Hub-System für St.Gallen: Umsteigen am Stadtrand

Muss die Stadt ihr Bussystem vollständig umbauen? Sollten die Passagierzahlen wie prognostiziert steigen, würde daran kein Weg vorbei führen. Ein interessanter Ansatz für den Umbau ist das Hub-System. Wir erklären, wie's funktionieren könnte.
Reto Voneschen
Eine schematische Darstellung, wie das Hub-System in St.Gallen funktionieren könnte. (Grafik: Janine Braun)

Eine schematische Darstellung, wie das Hub-System in St.Gallen funktionieren könnte. (Grafik: Janine Braun)

Es existieren noch keine offiziellen Pläne, wie das Hub-System für die Stadt St.Gallen im Detail aussehen könnte. Die Skizze ist nicht mehr als eine schematische Darstellung, wie sich Befürworter das Konzept vorstellen. In der Realität wäre es erheblich komplexer als hier dargestellt.

Schnellbahn mit Umsteigepunkten

Die Grundidee des Hub-Systems ist aber einfach. Sein Prinzip wird in der Fliegerei seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet. Für St.Gallen müsste man dafür in der Längsachse Knotenpunkte definieren (im Beispiel sind das Winkeln, Stocken und Neudorf). Von ihnen aus lässt man dann in dichter Taktfolge ein möglichst leistungsfähiges Verkehrsmittel möglichst direkt und schnell ins Stadtzentrum, also zum Bahnhof- und zum Marktplatz fahren.

Denkbar dafür sind eigentrassierte Grossbusse oder ein Tram. Die regionale Anbindung und die Feinverteilung findet bei diesem Buskonzept über die Hubs statt, wobei einzelne Quer- und Längslinien wohl weiterhin das Zentrum (Bahnhof-, allenfalls Marktplatz) direkt ansteuern müssen.

Wann schluckt die Region die «Umsteige-Kröte»?

Das heisst für die meisten ÖV-Pas­sagiere allerdings, dass sie in diesem System umsteigen müssen: Zwischen Hub und Stadtzentrum sind sie mit dem Schnell-ÖV in der Längsachse unterwegs. Auf den Quartierbus oder das Postauto wird in beide Richtungen im Hub umgestiegen. Das ist gegenüber dem heutigen Zustand, bei dem die Busse und Postautos direkt ins Zentrum fahren, ein gewichtiger Nachteil.

Heute enden die meisten Bus- und Postautolinien in St.Gallen auf dem Bahnhofplatz. (Bild: Benjamin Manser - 12. Oktober 2017 / TAGBLATT

Heute enden die meisten Bus- und Postautolinien in St.Gallen auf dem Bahnhofplatz. (Bild: Benjamin Manser - 12. Oktober 2017 / TAGBLATT

Damit wird auch ein wichtiger Grund klar, wieso das heutige System in optimierter Form ausgereizt wird: Solange der öffentliche Verkehr im Zentrum abwickelbar ist, wird man ihn dorthin führen. Erst wenn die Busse und Postautos regelmässig stecken bleiben, wird der durchschnittliche ÖV-Passagier bereit sein, «die Kröte» des Umsteigens ohne Murren zu schlucken. Dies ganz nach dem Motto: Dann halt lieber einmal umsteigen, als gar nicht mehr ankommen.

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