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Roboter Hui Buh ist der gute Geist in einer Gossauer Apotheke

Die Rotpunkt Apotheke in Gossau hat neu einen Medikamentenroboter. Er erleichtert die Arbeit, indem er Artikel im Lager sortiert und über ein Förderband ins Geschäft transportiert.
Elena Fasoli
«Hui Buh» heisst der Roboter der Rotpunkt Apotheke. (Bild: Elena Fasoli)

«Hui Buh» heisst der Roboter der Rotpunkt Apotheke. (Bild: Elena Fasoli)

Die Mitarbeiterinnen der Rotpunkt Apotheke in Gossau müssen neuerdings nicht mehr in den Keller laufen, wenn sie ein Medikament aus dem Lager benötigen. Seit dieser Woche ist ein Medikamentenroboter in Betrieb. Er räumt Medikamente selbstständig ein und schickt Artikel vom Keller ins Geschäft hinauf.

«Der Roboter funktioniert wie ein automatisches Hochregallager», sagt Geschäftsführerin Claudia Meier-Uffer. Beim Einsortieren identifiziere er die Artikel. «Er misst die Medikamentenschachteln genau aus, um einen optimalen Lagerort zu finden.» So könne viel Platz gespart werden. Das System merkt sich, welches Produkt, wo zu finden ist. Wenn eine Mitarbeiterin ein Medikament verkaufen will, schickt der Roboter es innerhalb von 15 bis 20 Sekunden in die Apotheke hinauf. Dies geschieht über ein Förderband und einen Lift. In der Nacht sortiert der Roboter die Medikamente neu, denn tagsüber wurden Plätze frei. So wird der Lagerplatz immer ausgenutzt. «Unsere maximale Kapazität war zuvor fast erreicht.» Die Wandregale im Keller seien ziemlich voll gewesen. Der Medikamentenroboter ist etwas mehr als vier Meter lang sowie zwei Meter breit und hoch. Platz gibt es also genügend.

Roboter kontrolliert die Verfallsdaten

Der Roboter bringt der Apotheke noch weitere Vorteile. «Unsere Arbeitseffizienz wird klar verbessert», sagt die Apothekerin. Die Mitarbeiterinnen müssen nicht mehr selber das Lager aufräumen und die Medikamente nicht im Keller holen. Da die Apotheker bei den Kunden bleiben, können diese länger beraten werden. Ausserdem garantiert der Roboter, dass keine Medikamente ablaufen. Er stellt nämlich immer die Produkte, die als nächstes ablaufen, zur Verfügung.

«Momentan werden etwa 2000 Artikel im Lager des Roboters aufbewahrt, es werden jedoch bald etwa 10000 sein», sagt Claudia Meier-Uffer. Denn das Gerät ist noch damit beschäftigt, das ganze Lager zu füllen. 70 bis 80 Prozent der Medikamente der Apotheke sollen so gelagert werden. «Nur Medikamente, die wir mehrmals täglich verkaufen, sind im Geschäft ausgestellt.»

Türen können im Notfall von Hand geöffnet werden

«In der Ostschweiz gibt es bereits eine Handvoll Roboter dieser Art», sagt Claudia Meier-Uffer. Die Apotheke in Gossau sei jedoch die kleinste in der Umgebung, die ein solches Gerät besitze. «Die Mitarbeiterinnen freuen sich, haben jedoch auch einen gewissen Respekt vor der Veränderung», sagt Claudia Meier-Uffer. Nur eine Mitarbeiterin habe bereits mit einem Roboter gearbeitet. Die anderen müssen sich zuerst daran gewöhnen. Es sei gut, dass man die Medikamente von Hand herausnehmen könne, sollte das System einmal ausfallen. «Der Roboter kann noch immer anzeigen, wo sich das gesuchte Produkt befindet, weil er an den Notstrom angeschlossen ist.»

Die Apotheke hat dem neuen Mitarbeiter auch einen Namen gegeben. «Hui Buh» wurde er getauft und mit einem Bild eines Gespenstes dekoriert. «Er ist der gute Geist, der im Hintergrund Arbeiten erledigt, die für uns etwas weniger interessant sind.»

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