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Ein Ende des Dauerprovisoriums ist in Sicht – Grünes Licht für Busdepot in Gossau

Die Baupläne der Regiobus AG werden konkreter. Der Stadtrat schickt den Sondernutzungsplan in die Mitwirkung.
Johannes Wey
Auf den ehemaligen Grundstücken der Peter Büchel AG (Kiesplatz links) und der Karl Weil AG will die Regiobus AG eine neuen Einstellhalle bauen. Zugemietete Abstellplätze und Büros würden damit überflüssig. (Bild: Michel Canonica)

Auf den ehemaligen Grundstücken der Peter Büchel AG (Kiesplatz links) und der Karl Weil AG will die Regiobus AG eine neuen Einstellhalle bauen. Zugemietete Abstellplätze und Büros würden damit überflüssig. (Bild: Michel Canonica)

Das Klingelschild für die Regiobus AG findet sich zwischen lauter Familiennamen. Die Büros liegen gut 100 Meter vom Busdepot an der Tannenstrasse entfernt mitten in einer Wohnsiedlung. «Als ich hier vor neun Jahren angefangen habe, haben wir als Provisorium eine Wohnung gemietet», sagt Regiobus-Geschäftsführer Bruno Huber. Heute sind die Büros noch immer im zitronengelben Mehrfamilienhaus untergebracht, mittlerweile ist eine zweite Wohnung dazugekommen.

Ein Ende dieses Dauerprovisoriums ist nun ein Stück näher gerückt. Die Stadt Gossau hat das Mitwirkungsverfahren für den Sondernutzungsplan Andwilerstrasse-Tannenstrasse gestartet. Er umfasst unter anderem das Busdepot der Regiobus AG sowie die Grundstücke, welche sie von der Peter Büchel AG und der Karl Weil AG zugekauft hat.

Büros, Werkstatt und Einstellhalle am selben Ort

Laut Huber können die Büros der Regiobus über kurz oder lang in den bestehenden Bau der Karl Weil AG einziehen. Die Räume werden zum Teil schon heute genutzt. Westlich davon soll eine neue Einstellhalle angebaut werden. Darin können künftig die Busse stehen, die gegenwärtig in einer gemieteten Halle an der Wilerstrasse abgestellt werden. Rund 20 Fahrzeuge sind das, sieben weitere hat die Regiobus in Herisau stehen, zwei in Wil.

Die Möglichkeit, an der Tannenstrasse eine neue Einstellhalle zu bauen, bringt für Huber betriebliche Vorteile. «Büro, Werkstatt und Busse sind dann gewissermassen in Rufdistanz.» Heute müssen die Busse nach dem Auftanken und Reinigen ans andere Ende der Stadt gefahren werden – von wo die Buschauffeure dann wieder zurückgelangen müssen.

Mit der neuen Halle will sich die Regiobus AG auch Reserven sichern. Mit der zunehmenden Mobilität rechnet Huber in den nächsten 30 bis 40 Jahren mit einem Ausbau der Buskapazitäten um rund einen Drittel. Die gegen 9,5 Meter hohe Halle soll zudem hoch genug sein, um darin die Apparaturen unterzubringen, mit denen dereinst Batteriebusse aufgeladen werden könnten. Für den Bau rechnet Huber mit einem einstelligen Millionenbetrag.

Zentrumsnähe spart Kosten

Am Sondernutzungsplan arbeite die Regiobus AG schon sechs Jahre. Während dieser Zeit habe man in Gesprächen mit der Stadt auch einen Umzug ins Langfeld an der Bischofszellerstrasse in Erwägung gezogen – dorthin, wo diesen Sommer die Karl Weil AG gezogen ist.

Dass es nun doch zu einer Lösung am bisherigen Standort kommt, freut Huber aus zwei Gründen: Zum einen kann das bestehende Depot, in dem die Busse auch repariert, gewaschen und betankt werden, weiterhin genutzt werden. Das spart Kosten. Zum anderen liegt das Busdepot an der Tannenstrasse günstig, nahe an der Hauptlinie und am Bahnhof. Damit kann man bei Staus oder hohem Passagieraufkommen – etwa während der Olma – rasch reagieren. «Jeder zusätzliche Kilometer zum Einsatzort kostet uns jährlich 20000 Franken», sagt Huber. Ein weiterer Vorteil seien die Ausweichrouten an den Bahnhof und nach Herisau, während die Busse von der Bischofszellerstrasse her bei jeder Fahrt die beiden meistbefahrenen Kreisel Gossaus passieren müssten.

Dass im Geltungsbereich des Sondernutzungsplans auch gewohnt und gearbeitet wird, habe die Planungen verkompliziert, sagt Huber. «Aber die Regiobus AG ist eine angenehme Nachbarin», ist Huber überzeugt: «Am Morgen fahren die Busse weg und kommen erst am Abend wieder.» Dazwischen herrsche – für ein Gewerbegebiet – Ruhe.

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