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Ein bunter Klecks im grauen Quartier: Primarschule Halden feiert Jubiläum

Das Primarschulhaus Halden besteht seit mehr als 50 Jahren und feiert heute Samstag sein Jubiläum. An der farbigen Schulanlage lässt sich auch ein Stück Stadtgeschichte nachverfolgen.
David Grob
Die Vorbereitungen aufs Fest laufen auf Hochtouren. (Bild: Urs Bucher (16. Mai 2019))

Die Vorbereitungen aufs Fest laufen auf Hochtouren. (Bild: Urs Bucher (16. Mai 2019))

Ein weisses Schweizerkreuz, ein schwarzer Doppeladler auf rotem Grund, Schwarz-Rot-Gold – bunte Fähnchen verschiedener Nationen säumen die farbige Wellblechverschalung der Primarschule Halden. Auf dem Pausenplatz steht ein Festzelt, das fast die ganze Fläche einnimmt. Heute Samstag feiert das Schulhaus sein 50-Jahr-Jubiläum – und soll auch ein Fest der Kulturen werden (siehe Kasten).

Geplant von den Architekten Klaus und Stadlin, wurde das Schulhaus Halden in den Jahren 1966 bis 1968 als Rohbetonbau erstellt. «Offiziell eröffnet wurde es aber erst ein Jahr nach der Fertigstellung», sagt Schulleiterin Annina Fricker. Deshalb feiere man auch erst jetzt.

Eine neue Schule für mehr Schulkinder

An der Primarschule Halden lässt sich auch ein Stück Stadtgeschichte nachverfolgen. Die Wirtschaft brummte in den 1960er-Jahren, die Bevölkerung nahm zu, die Stadt wuchs. «Auch im Haldenquartier wurde rege gebaut», sagt Edgar Heilig, der als ehemaliger Mitarbeiter im Amt für Stadtplanung die Entwicklung des Halden-Quartiers während Jahren mitverfolgt hat. Heilig nennt die markanten Betonhochhäuser, die an der Achselstrasse in Höhe ragen, als typische Bauten der 1960er-Jahre. Weitere kamen im Quartier hinzu. Demzufolge stiegen auch die Schülerzahlen stetig an, der Bedarf an neuem Schulraum wuchs. Das damalige Schulhaus Neudorf sei hoffnungslos überfordert gewesen, sagt Heilig.

«Der Neubau des Schulhauses Halden war die richtige Folge.»

Die neue Schulanlage entstand am damaligen Stadtrand – «an optimaler Lage», wie Heilig sagt, «nämlich dort, wo neue Wohnungen entstanden». Und das Quartier wuchs weiter. Die Folge war auch ein Ausbau der Schulanlage. Bei der Fertigstellung 1968 bestand die Schulanlage aus zwei Gebäudetrakten. Nur sechs Jahre später kam ein Erweiterungsbau hinzu: das heute grüne Haus.

Die leuchtenden Farben sind ein markantes Erkennungsmerkmal des Schulhauses Halden. Doch ihr buntes Kleid aus Gelb, Rot, Grün und Blau trägt die Schulanlage erst seit knapp siebzehn Jahren. 2002 wurden die Fassaden des Primarschulhauses saniert – und das typische Betongrau der 1960er-Jahre-Architektur wich den bunten Farben.

1998 schrieb das Hochbauamt die Fassadensanierung an sechs St. Gallen Architekturbüros aus. «Die eingereichten Entwürfe reichten vom fast denkmalpflegerischen Ansatz über die Neuinterpretation», schrieb das «Tagblatt» damals. Das Beurteilungsgremium entschied sich für letzteres und für die Planung der Architekten Peter und Jörg Quarella. So bildet das Schulhaus Halden heute einen bunten Klecks im Grau, das im Quartier immer noch dominiert.

Von zehn auf neunzehn Klassen

Die Anzahl Schulkinder hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert und liegt zurzeit bei etwas über 400 Kindern. Verändert hat sich aber die Anzahl Klassen. «In den Anfangsjahren gab es acht bis zehn Klassen», sagt Schulleiterin Annina Fricker. Heute sind es 14 Schulkassen und fünf weitere Klassen in den zugehörigen Kindergärten in der Umgebung.

Ein Fest der Kulturen

Die Festivitäten starten heute Samstag um 11 Uhr mit einer Begrüssung und Aufführungen der Schulkinder. Nebst einer Hüpfburg, Ponyreiten oder diversen Spielen, wirft die Schule mit einer Ausstellung ab 12.30 Uhr einen Blick in die vergangenen 50 Jahre zurück. Ab 15.30 Uhr folgt ein multikultureller Block mit Tanz und Gesang, an dem sich die Schulkinder beteiligen. Als Gast ist ausserdem der zuständige Stadtrat Markus Buschor anwesend. Das Fest ist öffentlich und endet um 17 Uhr.

So ist die Jubiläumsfeier auch ein Fest der Kulturen. Die Festwirtschaft bietet Kulinarisches aus aller Welt als Verpflegung an. «Eltern aus 13 Nationen leisten mit verschiedenen Speisen einen Beitrag an die Festivitäten», sagt Schulleiterin Annina Fricker. Ausserdem bilde die Feier auch den Abschluss des Schulhausprojekts «Respekt und Wertschätzung», das die Lehrpersonen mit ihren Klassen durchgeführt hätten, sagt die Schulleiterin. (dar)

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