Ein St.Galler Ass im Jassen feiert den 100. Geburtstag - unermüdlich reist er durch die Schweiz

Friedrich Jörg hat Grund zum Feiern. Der unermüdliche Jubilar ist als begnadeter Jasser bekannt.

Miguel Lo Bartolo
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Friedrich Jörg (rechts) hat beim Gespräch mit Thomas Scheitlin ausnahmsweise kein Pokerface aufgesetzt. (Bild: Miguel Lo Bartolo)

Friedrich Jörg (rechts) hat beim Gespräch mit Thomas Scheitlin ausnahmsweise kein Pokerface aufgesetzt. (Bild: Miguel Lo Bartolo)

Für den Besuch des Stadtpräsidenten Thomas Scheitlin hat sich Jörg etwas besonderes ausgedacht. Er kennt Scheitlins Vater noch von früher, weshalb er dem Stadtpräsidenten ein fast 90-jähriges Dokument zeigt, das die Bekanntschaft belegen soll: Eine Klassenliste, auf der unter anderem die Namen Scheitlin und Lemmenmeier zu finden sind.

Nebst Scheitlins Vater ging Jörg also auch mit dem Vater des heutigen Kantonsrates und Präsidenten der SP, Max Lemmenmeier, zur Schule. Mit Ersterem verbrachte er dann auch einige Tage im Militärdienst. «Ich kann mich noch gut an ihn erinnern», sagt Jörg.

Unternehmungslust und Jassfieber

Der Jubilar erinnert sich zwar gerne an alte Zeiten, doch er ist ebenso damit beschäftigt, neue Erinnerungen zu schaffen.

«Das Reisen bereitet mir grosse Freude.»

Unter anderem hat er den Fernen Osten, die USA und Spanien erkundet. Jetzt treibt es ihn durch die Schweiz.

Seiner Unternehmungslust steht nichts im Wege – auch sein Alter nicht. «Ich habe ein GA, das ich ausgiebig nutze», sagt Jörg. Die SBB faszinieren ihn schon lange. Er habe sich vor langer Zeit sogar als Kondukteur beworben. «Damals wurde ich abgelehnt, weil ich zu klein war», erklärt der Jubilar.

«Ich muss aktiv bleiben!»

Wenn er gerade nicht durch die Schweiz reist, zieht es ihn frühmorgens ins Café. Ausserdem trifft er sich donnerstags mit Bekannten zum Kartenspielen und ist als begnadeter Jasser bekannt. «Im Jass schlagen Sie mich allemal», gibt Scheitlin zu. Auf die Frage, wo er denn jasse, antwortet Jörg prompt: «Überall!»