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Eggersriet hofft auf bessere Verbindungen

Die Erhaltung der Altstätten-Gais-Bahn ist fraglich: Momentan läuft eine Debatte um die Zahnradbahn. Eggersriet und Rorschacherberg könnten sich mit einer Buslinie statt der Bahn anfreunden.
Yann Lengacher
Eine neue Buslinie könnte das Heidler Postauto entlasten. (Bild: Archiv)

Eine neue Buslinie könnte das Heidler Postauto entlasten. (Bild: Archiv)

Die Debatte um die Altstätten-Gais-Bahn, welche die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen einer Prüfung unterziehen, ist in vollem Gange. Politiker zeigten sich ob der Studie der Kantone irritiert . Erst kürzlich liess der Heidler Gemeinderat verlauten, dass eine Abschaffung der Bahn überhaupt nicht in Frage komme und für die Gemeinde als Tourismusstandort das A und O sei. Auch der Appenzeller Tourismusverband sieht die Zahnradbahn wegen der Studie in Gefahr.

Ganz anders steht Roger Hochreutener, Gemeindepräsident von Eggersriet, zur Studie. Er finde es begrüssenswert, dass die Kantone die gesamte Situation der Zahnradbahn überprüfen. «Für die Heidler Bahn stehen spürbare Investitionen an, da ist es besser, man betrachtet die Gesamtlage, bevor man investiert», sagt Hochreutener. Für ihn würde eine Buslinie vom Vorderland in die Bodenseeregion den Bedürfnissen der Bürger aus Eggersriet und Grub SG gegenüber der Zahnradbahn besser gerecht.

«Die Zahnradbahn deckt die Gebiete nicht so gut ab, wie dies mit einer Buslinie möglich wäre.»

Eine Buslinie, die Eggersriet und Grub einschliessen würde, bringe gleich mehrere Vorteile mit sich: So könne man die Postautolinie Heiden-Eggersriet-St. Gallen entlasten. Das Asylzentrum Landegg, für das drei eigene Busse verkehren, könnte dieses Angebot einstellen und so Kosten sparen. Grub wäre dazu besser an Rorschacherberg angeschlossen. «Oberstufenschüler aus Eggersriet und Grub SG könnten möglicherweise in Rorschacherberg beschult werden. Die Eltern hätten die Wahl zwischen St. Gallen und Rorschacherberg, das hier noch Kapazitäten hat», sagt Hochreutener.

Auch Rorschacherberg hätte nichts gegen eine Buslinie

Hochreuteners Rorschacherberger Pendant, Beat Hirs, bläst ins gleiche Horn: «Die Buslinie würde neue Gebiete in Rorschacherberg erschliessen, die aktuell vom öffentlichen Verkehr kaum profitieren können. Ich sehe viel Potenzial in einem solchen Busbetrieb als Ersatz für die Bahn.» Auch er hält eine Zusammenarbeit im Schulwesen mit Eggersriet für möglich.

Die Schaffung einer Buslinie müsse nicht zwingend den Tod der Zahnradbahn bedeuten, wie Hochreutener sagt: «Mit der Gründung einer Stiftung könnte man die Zahnradbahn als Nostalgiebahn weiterführen.» So könne die Bahn an Wochenenden für touristische Zwecke betrieben und abgestimmt werden. In der Schweiz gebe es zahlreiche Stiftungen, die als Vorbild dienen können.

Auch Beat Hirs findet dies eine interessante Idee: «So können sich diejenigen Personen, welche die Bahn erhalten möchten, gezielt engagieren.» Für ihn sei die Zahnradbahn Kulturgut. Auf diese Weise könne man aber Steuergeld einsetzen, wo es einen hohen Nutzen habe.

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