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E-Bus braucht weniger Energie als erwartet

Der Stadtrat hat einen Vorstoss zu den Verkehrsbetrieben St.Gallen beantwortet.
Der batteriebetriebene Bus erfüllt gemäss dem Stadtrat zuverlässig seinen Dienst. Bild: Adriana Ortiz Cardozo (29. März 2019)

Der batteriebetriebene Bus erfüllt gemäss dem Stadtrat zuverlässig seinen Dienst. Bild: Adriana Ortiz Cardozo (29. März 2019)

Auf der Linie 11, zwischen dem Hauptbahnhof und dem Abacus-Platz in Wittenbach, verkehrt seit diesem Jahr ein batteriebetriebener Bus. Er bietet Platz für 50 Fahrgäste. Der vollelektrische Batteriebus war für die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) Neuland, heute erfülle er «nach anfänglichen kleinen Startschwierigkeiten» zuverlässig seinen Dienst. Dabei brauche der E-Bus sogar weniger Energie, als aufgrund der Betriebsverhältnisse erwartet worden war. Das schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Einfache Anfrage von Zsolt Ferenc Takacs (GLP), in der sich der Stadtparlamentarier nach einer Zwischenbilanz der VBSG erkundigt.

Der Betrieb der Linie 4 nach Wittenbach war auf den Fahrplanwechsel 2019 den VBSG zugewiesen worden. Auf die Frage zu den Fahrgastzahlen schreibt der Stadtrat: «Es sind keine grösseren Veränderungen beim Fahrgastaufkommen zu erwarten.» Für eine datengestützte Aussage dazu sei es aber noch zu früh.

Auch mit den neuen Bussen mit Anhänger, die auf den Linien 3 und 4 eingesetzt werden, zeigt sich der Stadtrat zufrieden. Von den Fahrgästen hätten die VBSG bis jetzt vorwiegend positive Reaktionen entgegennehmen können und auch bei den Fahrdienstmitarbeitern seien die Buszüge beliebt. Dank der höheren Kapazität könnten die VBSG auch in der Hauptverkehrszeit genügend Plätze zur Verfügung stellen.

Zsolt Ferenc Takacs erkundigt sich in seiner Anfrage ausserdem, weshalb elektronische Abfahrtstafeln nicht überall angebracht werden. In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass die VBSG in nächster Zeit einige Dutzend Haltestellen mit solchen Bildschirmen ausrüsten möchte. Die elektronischen Abfahrtstafeln seien wegen der hohen Kosten in erster Linie an hoch frequentierte Haltestellen sowie wichtigen Umsteigehaltestellen installiert worden.

320 Haltekanten in St.Gallen

In der Stadt St.Gallen gibt es rund 320 Haltekanten. Das Behindertengleichstellungsgesetz schreibt vor, dass bis 2023 an allen Haltestellen in der Schweiz ein stufenloser Ein- und Ausstieg möglich sein muss. Die Anpassung hilft auch älteren Menschen und Personen mit Kinderwagen, die den öffentlichen Verkehr nutzen.

Die Anpassung der Haltekanten sei jedoch mit grossem finanziellen Aufwand verbunden, weshalb der Stadtrat eine Priorisierung vorgenommen habe, schreibt er in seiner Antwort. Bis 2023 will er alle bedeutenden Haltekanten behindertengerecht sanieren. Die übrigen sollen wie bisher im Rahmen von ordentlichen Strassenprojekten oder Sanierungen bis 2040 umgebaut werden.

Bis 2018 wurden 130 Haltestellen geprüft, davon seien nun 95 mindestens 15 Zentimeter hoch. Bei 45 Haltekanten habe sich gezeigt, dass eine Umsetzung mit verhältnismässigen Mitteln nicht möglich sei. Als Beispiel nennt der Stadtrat die Haltekante einer Bushaltestelle, die im Bereich einer Grundstückszufahrt liegt und deshalb nicht angehoben werden könne. Der Stadtrat schreibt ausserdem, dass wegen der in den Fahrzeugen verbauten Klappen der Ein- und Ausstieg für Rollstuhlfahrer bereits heute gewährleistet sei, allerdings nicht autonom. (lw)

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