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Spaziergang durch Gossau: Durchs «Seichgässli» an den Stadtbaum

An der ersten städtischen Quartierbesichtigung lernte manch Gossauer Neues über seine Heimatstadt. Die Vorschläge der Spaziergänger zur Quartiergestaltung sollen in den Richtplan einfliessen.
Monique Trummer präsentiert den Stadtbaum. (Bild: Adrian Lemmenmeier)

Monique Trummer präsentiert den Stadtbaum. (Bild: Adrian Lemmenmeier)

Gut 35 Frauen und Männer haben sich am Donnerstagabend vor dem Gossauer Gallusschulhaus versammelt. Sie treffen sich zum ersten von neun Spaziergängen, die die Stadt organisiert. Gemeinsam mit den Bewohnern gilt es herauszufinden, was in einem Quartier wichtig ist. Die Rückmeldungen sollen in der Ortsplanung berücksichtigt werden.

Stadträtin Claudia Martin begrüsst die Menge, dann geht es los, einmal quer über die St. Gallerstrasse zum Hinterweg. Dort erzählt Monique Trummer, Projektleiterin Stadtentwicklung, von der zweiten Häuserreihe hinter «Gossaus Postkartenansicht». «Gemäss einem Überbauungsplan von 1952 dürfen hier höchstens zweistöckige Gebäude stehen», sagt Trummer. Um das Ortsbild nicht zu stören. Weiter zwängt sich der Pulk durch eine kaum zwei Meter schmale Passage – den Gossauern als «Seichgässli» bekannt – zurück auf die St. Gallerstrasse, runter zur Ringstrasse, dann über die Brücke hinter den Bahnhof.

Dieser Stadtteil habe sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, erzählt Monique Trummer. Sie fügt die Anekdote eines Quartierbewohners an: Früher hätten die Schweizer Familien die Gärten nur benutzt, um Wäsche aufzuhängen. Als sich in den 1990er-Jahren Leute aus Ex-Jugoslawien hier niederliessen, sei neues Leben in die Gärten gekommen. «Sie haben nämlich ständig grilliert.»

Schliesslich führt der Spaziergang zur Markthalle, vor den Gossauer Stadtbaum. «Gossau wird Stadt», steht auf einer kleinen Tafel davor. Gepflanzt wurde das doch eher zarte Bäumchen am 1. Januar 2001. Kaum einer der 35 Spaziergänger hat es zuvor gekannt.

Viele Anmeldungen für nächste Spaziergänge

Darum gehe es doch bei einem solchen Rundgang, sagt ein Mann: Man lerne Neues über Gossau kennen und könne sich einbringen. Das machen die Leute auch. Einer fragt, weshalb man hinter dem Bahnhof nicht auch Hochhäuser plane? Und eine Frau regt an, an der Ringstrasse einen Fussgängerstreifen einzurichten. «Für die Bewohner des Casa Solaris, die mit dem Rollator zur Apotheke gehen wollen.» Monique Trummer notiert die Vorschläge. «Wir fassen sie zu einem Bericht zusammen.» Dieser werde in den kommunalen Richtplan einfliessen. Am Stadtapéro im September werde der Bericht vorgestellt.

Zum Schluss sitzt die Runde im Restaurant Toggenburg und Monique Trummer verteilt Fragebögen. Die Projektleiterin ist zufrieden: «Wir hatten eine sehr motivierte Gruppe.» Für die übrigen Spaziergänge habe die Stadt bereits 250 Anmeldungen erhalten. Und man freue sich auf mehr: Der Anmeldeschluss für die Rundgänge nach den Sommerferien ist am 8. August. (al)

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