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Rorschacherbergerin trotzt dem Sturm und nominiert sich für den Ironman in Hawaii

Claudia Heule nimmt am prestigeträchtigen Ironman Hawaii teil. Etwas Angst hat sie vor dem 15-Stunden-Flug dorthin.
Valentina Thurnherr
Claudia Heule läuft am Ironman Klagenfurt als Dritte ins Ziel. Bild: PD

Claudia Heule läuft am Ironman Klagenfurt als Dritte ins Ziel. Bild: PD

Die Rorschacherbergerin Claudia Heule erreichte am Ironman Klagenfurt in Österreich den dritten Platz und darf am 12. Oktober am legendären Ironman Hawaii teilnehmen. «Ich habe ehrlich nicht damit gerechnet», sagt sie. «Normalerweise wird nur ein Startplatz vergeben. Als bekannt wurde, dass es in diesem Jahr zwei sein werden, hatte ich schon etwas mehr Hoffnung.» Heule hatte Glück. Die Erstplatzierte des Ironman Klagenfurt lehnte ab und sie rutschte automatisch vor.

«Schon vor zwei Jahren hatte ich mir zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr in Hawaii teilzunehmen. Das hatte ich allerdings irgendwann ad acta gelegt.» Jetzt sei sie überwältigt vor Freude.Die 36-Jährige sagt:

«Ich konnte kaum die Formulare ausfüllen, so sehr habe ich gezittert.»

Der Ironman Hawaii ist der älteste Triathlon über die Langdistanz. Er wurde das erste Mal 1978 ausgetragen und trägt seit 1982 die Bezeichnung «Ironman World Championship». Verständlich also, dass jeder Triathlet davon träumt an diesem legendären Wettkampf teilzunehmen

Kampf gegen 
die Witterungen

Dass Claudia Heule es überhaupt geschafft hat, verdankt sie ihrem ungeheuren Durchhaltevermögen, denn für den dritten Platz in Klagenfurt musste sie wortwörtlich gegen die Natur selbst ankämpfen. «Etwa zehn Kilometer vor Schluss der Radstrecke setzte ein heftiges Gewitter ein», sagt sie. «So grosse Tropfen habe ich selten gesehen und ich befürchtete schon es könnte noch hageln.» Der Wind sei zeitweise so heftig gewesen, dass es Velos aus den Ständern riss.

Doch Claudia Heule zog es durch. «Ab einem bestimmten Punkt ist man so nass, dass es ohnehin keinen Unterschied mehr macht», sagt sie mit einem Lachen. Sie habe nur gehofft, der Wettkampf werde nicht unterbrochen. Während des letzten Abschnitts wurde das Wetter aber besser und das Ziel erreichte sie im Trockenen.

Claudia Heule während der Radstrecke in Klagenfurt. (Bild: PD)

Claudia Heule während der Radstrecke in Klagenfurt. (Bild: PD)

Nach diesem hart erkämpften dritten Platz und der bestätigten Teilnahme am Ironman Hawaii folgt nun die Vorbereitung darauf. «Neben der Freude schwingt auch ein klein wenig Angst mit», sagt Heule. «Hawaii ist eine ganz andere Baustelle was Temperaturen und Witterungen angeht.» Den Trainingsplan ändere sie aber trotzdem nicht, denn dieser hat sich ja bewährt.

Zurzeit gilt es den Körper von aufgebauten Laktaten zu befreien, also die Säuren, die sich während des Ironman Klagenfurt im Körper aufgebaut haben. «Das macht man im Normalfall nicht, in dem man einfach Pause macht, sondern locker trainiert.» Sie achte darauf, mit dem Velo zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren. «Einfach in Bewegung bleiben.»

Training und Arbeit
gehen nebeneinander

Ihr Arbeitspensum an der Oberstufe Goldach hat Heule vor kurzem etwas erhöht. Dennoch ist sie überzeugt, dass Training und Arbeit gut nebeneinander her gehen. «Der Ironman fällt genau auf die Herbstferien, das kommt mir also entgegen.» Zudem habe sie jetzt noch zwei Wochen Ferien in denen sie zwar nicht trainiert, aber anderweitig Sport treiben wird. Später bilden Intervall-Trainings einen Hauptbestandteil der Vorbereitungen. «Erst fünf bis vier Wochen vor dem Wettkampf folgen längere Trainings, wie zum Beispiel ausgedehnte Velofahrten oder zweistündige Läufe.»

Ob neben dem Betreuerteam noch jemand nach Hawaii mitkommt, sei nicht sicher. «Eine Kollegin überlegt es sich zurzeit.» Allerdings seien die meisten nicht besonders angetan von der Aussicht auf einen 15-Stunden-Flug. «Was ich verstehen kann», sagt Heule mit einem Lachen. «Ich habe selbst Flugangst. Ich hab mir die Teilnahme also sehr gut überlegt.»

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