Dritte Niederlage für den HC Thurgau gegen Kloten

Der HC Thurgau hält gegen den Tabellenführer der Swiss League lange mit, verliert aber dennoch hoch mit 1:5.

Thomas Ammann
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Der HC Thurgau fällt auf Platz vier in der Tabelle zurück.

Der HC Thurgau fällt auf Platz vier in der Tabelle zurück.

Levin Steiner/Sports-Media.ch

Das Endresultat spiegelte den Spielverlauf des Spitzenkampfs der Swiss League zwischen dem EHC Kloten und dem HC Thurgau nur bedingt. Der 5:1-Sieg der Flughafenstädter fiel etwas zu hoch aus, Thurgau hätte für seine Bemühungen sicherlich mehr als nur einen Treffer verdient gehabt. Punkte lagen jedoch ausser Reichweite. Einerseits mangelte es den Gästen trotz ihrer intensiven und aufwendigen Spielweise wiederum an Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Andererseits verstand es Kloten ausgezeichnet, jeweils in den richtigen Momenten dem Gegner Nackenschläge zu verpassen.

Ein erstes Mal ersichtlich wurde dies in der 17. Minute, als die Thurgauer nach einer Strafe wegen Zeitspiels in doppelter Unterzahl agieren mussten. Robin Figren nutzte die sich bietenden Freiheiten aus und glich die Partie mit einem satten Schuss zum 1:1 aus. Vorausgegangen war dem Treffer eine wilde Startphase mit etlichen Chancen auf beiden Seiten, in welcher Thurgau durch Lars Frei früh in Führung gelangt war, nachdem Klotens Tim Grossniklaus als letzter Mann die Scheibe verloren hatte.

Fehlende Effizienz vor dem gegnerischen Tor

Das Spitzenspiel hielt im ersten Drittel, was es versprach. Das Tempo war hoch, Intensität und Kampfbereitschaft ebenso. Dass es trotzdem nur 1:1 stand, schien die Thurgauer zu wurmen. Mit noch mehr Vehemenz starteten sie ins zweite Drittel und kamen alsbald zu weiteren hochkarätigen Chancen. Allein die Effizienz vor dem gegnerischen Tor, sie bleibt das Sorgenkind von Stephan Mairs Team.

Thurgau agierte vor über 5’000 Zuschauern in der Offensive oft zu umständlich. Entscheidende Pässe kamen nicht an, Schüsse aus bester Lage flogen zu zentral auf das gegnerische Tor. Selbst dem formstarken Melvin Merola wollte nicht viel gelingen, während Thurgaus Ausländer-Duo einmal mehr blass blieb.

So schwanden gegen Ende des zweiten Drittels auch die Kräfte. Dies zeigte sich am deutlichsten in der 37. Minute: Während Kloten-Topscorer Eric Faille mit Höchstgeschwindigkeit vor das gegnerische Tor stürmte, fuhr ihm Joel Scheidegger nur halbherzig hinterher. Faille wusste diese Freiheiten zu nutzen und verwertete den Querpass von Figren zum 2:1.

Thurgau fällt auf Platz vier in der Tabelle zurück

Mit einem Doppelschlag zwischen der 46. und 49. Minute brach Kloten die Moral des Gegners schliesslich endgültig. Das Heimteam schloss zwei Angriffe sehenswert ab. Zwischen den beiden Toren traf Niki Altorfer zu allem Überfluss nur die Latte. Den Schlusspunkt setzte Grossniklaus in der 59. Minute.

Kloten bleibt somit der Angstgegner der Thurgauer. Im dritten Saisonduell setzte es die dritte Niederlage ab. In der engen ersten Tabellenhälfte – die Teams auf den Rängen eins und sechs trennen lediglich acht Punkte – fällt der HC Thurgau auf Platz vier zurück.