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Drei von fünf St.Galler Stadtbahnhöfen sind bereits barrierefrei zugänglich

Die Stadt St.Gallen verfügt mit fünf Bahnhöfen auf ihrem Gebiet über ein relativ dichtes Netz solcher Einrichtungen auf engem Raum. Das könnte in einigen Jahren den Ausbau des S-Bahn-Angebots auf Stadtgebiet erleichtern, weil damit ein solides Grundgerüst an Haltestellen bereits besteht und nicht erst noch geschaffen werden muss.
Reto Voneschen

Neben den Haltestellen der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen ist die Stadt St.Gallen durch fünf Bahnhöfe ans regionale und nationale Eisenbahnnetz angeschlossen. Wichtigster Eisenbahnknoten der Stadt ist der Hauptbahnhof samt dem benachbarten Gaiserbahnhof. Ersterer gehört der SBB, Letzterer den Appenzeller Bahnen. Hier sind gemäss Zahlen des kantonalen Amts für Verkehr pro Tag im Schnitt 43'000 Fahrgäste (Stand 2018) unterwegs.

Bahnhof Winkeln mit viel Entwicklungspotenzial

Auf Platz zwei der städtischen Rangliste folgt der SBB-Bahnhof St.Fiden mit täglich im Schnitt 2614 Ein- und Ausstiegen. Der SOB-Bahnhof Haggen wartet mit durchschnittlich 1032, der SBB-Bahnhof Winkeln mit 1006 Passagieren pro Tag auf. Letzterer ist über diese Zahlen hinaus wichtig als Zubringer zum Fussballstadion und zur Lösung von Mobilitätsbedürfnissen in Zusammenhang mit der Entwicklung des Gebiets St.Gallen-West und Gossau-Ost.

Auf dem hintersten Platz der Rangliste der St.Galler Stadtbahnhöfe liegt klar abgeschlagen Bruggen mit durchschnittlich 332 Fahrgästen am Tag. Von den fünf Stadtbahnhöfen sind drei bereits barrierefrei. Es handelt sich um den Hauptbahnhof/Gaiserbahnhof, Haggen und Winkeln. Noch saniert werden müssen St.Fiden und Bruggen.

Historischen Besonderheiten zu verdanken

Fünf Bahnhöfe für eine Stadt mit knapp 80'000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie der Fläche von St.Gallen sind relativ viel. Erklärbar ist diese Zahl unter anderem mit der Geschichte der Stadt sowie der lang gestreckten Form ihres Gebietes. Das heutige St.Gallen entstand 1918 aus der Verschmelzung dreier kleinerer politischer Gemeinden – der alten Stadt St.Gallen sowie von Tablat und Straubenzell.

Jede von ihnen hatte mindestens einen Bahnhof an der Linie von Zürich nach Rorschach, Straubenzell aufgrund der Teilung des Gemeindegebiets durch den Sittergraben mit Bruggen und Winkeln sogar zwei. Der Tatsache, dass die heutige Stadt St.Gallen auch noch von der Bodensee-Toggenburg-Bahn (der heutigen SOB) berührt wurde, verdankt der Bahnhof Haggen seine Existenz. (vre)

Dichtes Bahnhofsnetz als Chance für eine S-Bahn?

Das Netz der fünf übers ganze Stadtgebiet verteilten Bahnhöfe ist gemäss den städtischen Mobilitätsvisionen nicht nur eine Sanierungslast für die jeweiligen Betreiber SBB und SOB, sondern auch eine grosse Chance für den Ausbau einer städtischen S-Bahn.

Dieser Schritt zur Lösung der innerstädtischen Verkehrsprobleme wird vom Stadtrat vehement gefordert. Kanton und Transportunternehmen stehen da derzeit auf der Bremse. Dies zuallererst aufgrund von bahntechnischen Problemen beim Ausbau auf der Linie vom Hauptbahnhof St.Gallen nach Gossau. Daneben spielen auch finanzielle Überlegungen eine Rolle. Das Thema ist aber nicht vom Tisch, sondern soll schrittweise angegangen werden.

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