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Gemeindepräsidium in Steinach: Drei Parteilose wollen an die Spitze

Neben Michael Aebisegger und Roger Keller will auch Andreas Graf in Steinach das Ruder übernehmen. Keiner von ihnen gehört einer Partei an. Doch einer hat bereits zwei Parteien im Rücken.
Jolanda Riedener
Roland Brändli hat seinen frühzeitigen Rückzug aus dem Steinacher Gemeindehaus per Ende Jahr bekanntgegeben. Die Ortsparteien brachte der frühe Wahltermin in Bedrängnis. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Roland Brändli hat seinen frühzeitigen Rückzug aus dem Steinacher Gemeindehaus per Ende Jahr bekanntgegeben. Die Ortsparteien brachte der frühe Wahltermin in Bedrängnis. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Drei Männer wollen Roland Brändlis Nachfolge antreten. Bis gestern 16 Uhr hat die Gemeindekanzlei in Steinach Wahlvorschläge fürs Gemeindepräsidium entgegengenommen. Während Michael Aebisegger und Roger Keller bereits als Kandidaten bekannt waren, bestätigt jetzt auch Andreas Graf, er werde kandidieren.

Nur knapp einen Monat nach der St. Galler Ständeratswahl stürzt sich der 56-jährige Steinacher in den nächsten Wahlkampf. Im zweiten Wahlgang erreichte Graf noch 6,6 Prozent der Stimmen. 2015 hatte Graf bereits parteilos als Ständerat und gleichzeitig für die Grünen als Nationalrat kandidiert. In Steinach war der selbstständige Betriebs-, Konzern- und Finanzcontroller bis 2007 Präsident der Geschäftsprüfungskommission der Schule.

«Im Vorfeld habe ich mich mit meiner Frau besprochen – dass sie kandidieren will, war ebenfalls Thema», sagt Graf. Sandra Graf arbeitet als Finanzkontrolleurin in Zürich. Sie ist gemäss ihrem Mann ebenfalls fürs Amt bestens geeignet, habe sich aber aus Respekt vor dem Amt nicht zur Wahl gestellt. «In der Vergangenheit haben sich verschiedene Gruppierungen aggressiv gegen den Gemeindepräsidenten verhalten», sagt Andreas Graf. Das habe sie sich nicht antun wollen.

SVP und CVP unterstützen Aebisegger

Die SVP Steinach hat bereits vergangene Woche Michael Aebisegger und Roger Keller zu einem Hearing eingeladen. Die Wahl fiel einstimmig auf den Steinacher Michael Aebisegger. Für Mäge Luterbacher, Präsident der SVP-Ortspartei und Kantonsrat, hat dies vor allem mit Aebiseggers Fähigkeiten zu tun. «Er hat Führungserfahrung und kennt Abläufe auf der Verwaltung», sagt Luterbacher.

Bereits 2016 forderte er Brändli heraus. «Wir sind froh, dass Aebisegger nochmals antreten will», sagt Luterbacher. Damals haben die Ortsparteien zwei Kandidaten gegen Brändli ins Rennen geschickt. Gemäss Luterbacher ging dies damals knapp nicht auf, Brändli holte gerade einmal 15 Stimmen mehr als das absolute Mehr.

Auch der Badmeister kandidiert

Roger Keller dagegen habe keine Erfahrung auf der Verwaltung und sei deshalb für die SVP kein valabler Kandidat. Keller wohnt im toggenburgischen Stein und arbeitete im vergangenen Jahr vorübergehend als Badmeister in der Badi Steinach. Der 50-Jährige machte eine kaufmännische Ausbildung und liess sich zum Versicherungs- und Finanzfachmann ausbilden. Auch leitete er bei der Adecco, einer Personalvermittlungsfirma, die Filiale in Buchs. Heute arbeitet er im Aussendienst, wie es im «Felix» heisst.

Auch die CVP hat sich nach einem Hearing einstimmig für Michael Aebisegger ausgesprochen, bestätigt CVP-Präsidentin Gisela Dudler auf Anfrage. Die FDP Steinach will die Kandidaten ebenfalls einladen, um sich von ihnen ein genaueres Bild zu machen, heisst es in einer Mitteilung der Partei.

SVP, CVP und FDP hätten sich mehr Zeit gewünscht, um eine geeignete Nachfolge für Roland Brändli zu finden. Der Gemeinderat hielt jedoch am 29. September fest.

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