Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Dozierende der PHSG im Praxistest - An der Oberstufe Buechenwald in Gossau ist diese Woche einiges anders

Dozentinnen und Dozenten der Pädagogischen Hochschule St. Gallen unterrichten fünf Tage lang Gossauer Oberstufenschüler. Bereits die erste Lektion bringt erste Erkenntnisse mit sich.
Roger Fuchs
Rolf Engler, Dozent an der PHSG, lässt die 3. Realklasse in dieser Woche Mathegrundlagen repetieren. Bild: Benjamin Manser (17. Juni 2019)

Rolf Engler, Dozent an der PHSG, lässt die 3. Realklasse in dieser Woche Mathegrundlagen repetieren. Bild: Benjamin Manser (17. Juni 2019)

Nach einer Stunde Matheunterricht bei der 3. Realklasse bilanziert Rolf Engler: «Ich muss einen Gang zurückschalten, um die Jugendlichen beim Stoff dort abholen zu können, wo sie stehen.» Engler ist einer von 70 Dozierenden der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG), die in dieser Woche das Zepter an der Oberstufe Buechenwald in Gossau übernommen haben. Eine Woche lang sollen die Dozierenden Oberstufenschülerinnen und -schüler unterrichten, die Pausen beaufsichtigen und Elterngespräche führen. Dabei wird sich zeigen, wie viel ihr Wissen, das sie den angehenden Lehrerinnen und Lehrern vermitteln, in der Praxis taugt.

Unterschiedliche Kooperationen vertiefen

«Wir haben uns ein Jahr auf dieses Projekt vorbereitet», sagt Martin Annen, Prorektor für die Sekundarstufe I und II der PHSG. So wie die anderen Schulen mit Projekttagen oder Lagern stets neue Herausforderungen hätten, so brauche man auch an der PHSG solche. Nebst dem Schnuppern von Praxisluft ermögliche diese Woche eine verstärkte Kooperation zwischen den Dozierenden der Erziehungswissenschaften, der Fachwissenschaften und der Fachdidaktiken. Und auch das Miteinander von der PHSG und dem OZ könne vertieft werden, schliesslich stehen diese Institutionen in Gossau direkt nebeneinander. Martin Annen ist diese Woche auf Pikett, sollte es irgendwo klemmen. Die Projektleitung und somit die Rolle als Schulleiterin hat Astrid Schefer übernommen. In der gestrigen Vormittagspause spricht sie von einem sehr gelungenen Start.

Die «richtigen» Oberstufen-Lehrpersonen haben diese Woche ein Programm mit Weiterbildungen und anderweitigen Schulbesuchen. «Am Freitag können wir dann die Schülerinnen und Schüler hoffentlich mit Lernfortschritten wieder übergeben», so Annen. Bis dahin sei bewusst kein Kontakt zu den OZ-Lehrern vorgesehen.

Den Jugendlichen in die Augen schauen

Rolf Engler hat gestern mit einer klassischen Mathelektion begonnen und will im Verlauf der Woche noch eine kooperative Lernvariante ausprobieren: das sogenannte «Placemat». Die Schülerinnen und Schüler sitzen dabei zu viert um einen Tisch und lösen individuell eine Aufgabe auf einem in der Mitte liegenden Blatt. Danach werden die Lösungsvarianten ausgetauscht und sodann gemeinsam nach der richtigen gesucht. Eine Erfahrung, die Rolf Engler bereits nach der ersten Lektion mitgenommen hat, ist die Tatsache, dass man den Jugendlichen beim Unterrichten in die Augen schauen soll und so das Gegenüber auch spüren kann.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.