Überbauung im Zentrum von Arnegg: Jetzt ist der Kanton an der Reihe

Der Stadtrat hat das Dossier für das Projekt «Dorfkern West Arnegg» beim Kanton zur Genehmigung eingereicht.

Michel Burtscher
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Beim Dorfplatz im Zentrum Arneggs soll die Überbauung entstehen.

Beim Dorfplatz im Zentrum Arneggs soll die Überbauung entstehen.

Benjamin Manser

Für das beschauliche Arnegg ist es ein Grossprojekt: Im Zentrum soll eine neue Überbauung mit sieben Wohnhäusern entstehen. Vorgesehen sind beim Dorfplatz im Gebiet zwischen Bischofszeller-, Stations- und Bächingenstrasse knapp 70 Wohnungen mit 2,5 bis 4,5 Zimmern, eine Tiefgarage sowie Gewerbeflächen (siehe Grafik). Diskutiert wird über das Projekt mit dem Namen «Dorfkern West Arnegg» schon seit Jahren, teilweise auch kontrovers. Bis die Bagger auffahren, dürfte es zwar noch ein bisschen dauern, bei den Vorarbeiten geht es jetzt aber vorwärts.

Nachdem das Stadtparlament dem Teilzonenplan im September zugestimmt hat und kein Referendum dagegen ergriffen worden ist, hat der Stadtrat das Plandossier nun beim kantonalen Amt für Raumentwicklung und Geoinformation zur Genehmigung eingereicht. Das teilte die Stadt am Montag mit. Das Dossier umfasst laut dem Communiqué nicht nur den Teilzonenplan und den Sondernutzungsplan für den «Dorfkern West Arnegg», sondern auch den Teilstrassenplan und das Strassenprojekt für den geplanten Tröchniweg, der die Stations- mit der Bächingenstrasse verbinden soll.

Die Details folgen erst später

Verantwortlich für das Bauprojekt ist das Büro «Viola Architekten» aus Wil, das für die SUI Investment AG die Entwicklung begleitet. Architekt Dario Viola sagt auf Anfrage:

«Wir warten nun auf die Rückmeldung des Kantons.»

Wann diese kommen wird, sei schwierig abzuschätzen. Er hofft aber, dass es nicht allzu lange dauert, im besten Fall bis Anfang des nächsten Jahres. Danach werde man die Inputs prüfen und sobald wie möglich das Baugesuch einreichen. Wenn alles planmässig läuft, rechnet Viola mit der Eingabe bis April 2020. «Es gab mehrere Einsprachen von Anwohnern, durch die der Prozess verzögert wurde, die mittlerweile aber geklärt werden konnten», sagt er. Die letzte dieser Einsprachen wurde Anfang September zurückgezogen.

Eine Visualisierung des Projekts.

Eine Visualisierung des Projekts.

PD

Mehr will Dario Viola zurzeit nicht sagen zum Bauprojekt. Er betont aber, dass sich daran seit 2017, als von Flach- auf Giebeldächer umgestellt worden war, nichts mehr geändert habe. «Wir werden genauer informieren, sobald alles definitiv ist», sagt er. Dann wird auch klar sein, welche Unternehmen als Mieter der Gewerbeflächen im Erdgeschoss vorgesehen sind. Im vergangenen Jahr hiess es, dass ein Grossverteiler dort eine Filiale eröffnen wolle.

Stadtrat sieht Projekt als Chance

In der Vergangenheit wurden von Anwohnern immer wieder Bedenken geäussert wegen des Bauprojekts, etwa weil sie Mehrverkehr befürchteten. Der Stadtrat sieht es hingegen als Chance, um den Dorfkern Arneggs zu beleben und attraktiver zu machen. Das bezweckt er auch mit dem Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Bischofszellerstrasse. Diese soll von Fassade zu Fassade neu gestaltet werden. Dafür haben sich Behördenvertreter erst kürzlich mit den betroffenen Grundeigentümern getroffen.

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