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67 Wohnungen für Arnegg: Dorfkern-Pläne werden konkret

Mitten in Arnegg sind 67 Wohnungen und neue Gewerbeflächen geplant. Der Sondernutzungsplan wird bald aufgelegt und die Bevölkerung informiert. Gegen den Teilzonenplan ist noch eine Einsprache hängig.
Johannes Wey
Auf und um das Hälg-Areal in Arnegg sollen 67 Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. (Bild: Benjamin Manser, 13. Juni 2017)

Auf und um das Hälg-Areal in Arnegg sollen 67 Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. (Bild: Benjamin Manser, 13. Juni 2017)

Für Dario Viola ist es ein «Startschuss»: Vom 15. Juni bis zum 30. Juli liegen im Gossauer Rathaus der Sondernutzungsplan Dorfkern West und das Strassenprojekt Tröchniweg für das Arnegger Zentrum auf. Zwar hatte Viola zusammen mit Vertretern der Stadt bereits im Juni 2015 ein erstes Mal über seine Pläne informiert. Doch der Sondernutzungsplan, der nun aufgelegt wird, bilde die Grundlage für die Baueingabe. Die Auflage sei darum «ein sehr wichtiger Schritt».

Viola, der in Wil auch ein Architekturbüro führt, hat mit der SUI Investment AG Grosses vor in Arnegg. Der Sondernutzungsplan umfasst fünf Parzellen, darunter der Dorfplatz, der der Stadt Gossau gehört. Entstehen sollen sieben Häuser, von denen fünf mit einem gemeinsamen Erdgeschoss verbunden werden. Vorgesehen sind 67 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Rund um den Dorfplatz gibt es Gewerbelokale, die mindestens ein Viertel der gesamten Nutzfläche ausmachen sollen. Schon länger bekannt ist, dass ein Grossverteiler eine Filiale eröffnen möchte. Welcher das ist, könne er noch nicht bekannt geben, sagt Viola. Gemäss Planungsbericht seien «mit dem potenziellen Hauptmieter der Gewerbeflächen» aber bereits Vorverträge unterzeichnet worden.

Vorsicht beim Zeitplan

Ebenfalls nicht auf die Äste hinauswagen will sich Viola beim Zeitplan für das Projekt. «Nach der Auflage wird sich zeigen, wie wir vorankommen. Alles andere wäre Spekulation.» Der dazugehörige Teilzonenplan wurde bereits vor einem Jahr aufgelegt, derzeit ist noch eine Einsprache hängig. Wenn diese erledigt ist, entscheidet das Parlament.

Vonseiten der Bauherrschaft habe man jedenfalls viel für eine reibungslose Bewilligung getan. «Wir haben gut informiert, mit den Nachbarn gesprochen und laden nun wieder zu einer Informationsveranstaltung ein», sagt Viola. Diese findet, genau wie die Informationsveranstaltungen 2015 und 2017, im Mehrzweckgebäude statt. Weitere Änderungen am Projekt habe es seit 2017, als unter anderem von Flach- auf Giebeldächer umgestellt worden war, nicht mehr gegeben.

Bei der Stadt freut man sich über den neuen Weg

Für Monique Trummer, Projektleiterin Stadtentwicklung bei der Stadt Gossau, ist die Ausgangslage in Arnegg eine Chance. Die Gossauer Stadtentwicklung hat das Projekt von Anfang an begleitet. Schliesslich gehört der Stadt der Dorfplatz, was auch bei einer Realisierung so bleiben würde. Das Hälg-Areal, die Trocknungsanlage und ein Stück Land der Stadt Gossau würden allerdings an die SUI Investment AG übergehen.

«Wenn ein Industriebetrieb an bester Lage die Produktion einstellt und dieser Raum für neue Einwohner genutzt werden kann, begrüsst das die Stadt», sagt Trummer. Das Areal liege mitten im Zentrum und ermögliche die Entwicklung nach innen, eine Maxime der geltenden Raumplanungsgesetzgebung auf Kantons- und Bundesebene.

Erwähnenswert findet Trummer auch den neuen Fussweg, der zwischen Stations- und Bächigenstrasse geschaffen werden und «Tröchniweg» heissen soll. Wege seien in der Stadtentwicklung immer ein Anliegen. «Wieso sollen Fussgänger immer weite Strecken gehen müssen?»

Sondernutzungspläne wie im vorliegenden Fall seien sinnvoll, wenn alle Seiten davon profitieren könnten. Trummer spricht bei den Plänen für den Dorfkern West von einer «Win-Win-Win-Situation»: «Natürlich muss sich das Projekt für den Investor rentieren.» Aber hier gebe es auch einen Mehrwert für die Arnegger Bevölkerung und die künftigen Bewohner der neuen Überbauung, findet Trummer. «Diese Planung wird die Zukunft Arneggs wesentlich beeinflussen.»

Informationsveranstaltung: Montag, 18. Juni, 19 Uhr, Mehrzweckgebäude Arnegg.

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