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Bekommt der Bahnhof St. Fiden doch ein Dach?

Die Stadt prüft nun doch die Überdachung des Bahnhofs St. Fiden oder zumindest eines Teils davon. Zentral ist die Frage der Wirtschaftlichkeit. Es gibt aber verschiedene andere offene Fragen.
David Gadze
Rund um den Bahnhof St. Fiden soll dereinst ein neuer Stadtteil entstehen – vielleicht auch auf einem Dach. (Bild: Ralph Ribi (10. April 2017))

Rund um den Bahnhof St. Fiden soll dereinst ein neuer Stadtteil entstehen – vielleicht auch auf einem Dach. (Bild: Ralph Ribi (10. April 2017))

Die Überdachung des Bahnhofs St. Fiden kommt nun doch noch aufs Tapet. Die Stadt will in den kommenden Monaten untersuchen, ob ein «Deckel» über den Gleisen und über einem Teil der Stadtautobahn technisch und finanziell machbar wäre. Das teilte sie gestern mit.

Die Testplanung, welche die Stadt 2017 durchgeführt hat, zeigte auf, dass es insbesondere beim Bahnhof sowie zwischen Kantonsspital und Olma ein hohes Entwicklungspotenzial gibt. Dort soll dereinst ein neuer Stadtteil entstehen. Eine Überdachung des Bahnhofs und der Gleise war in den Ergebnissen allerdings kein Thema. Bei deren Präsentation im Dezember hatten die Verantwortlichen betont, ein Dach sei aus finanzieller, aber auch aus städtebaulicher Sicht nicht anzustreben. Dies löste Kritik von Wirtschaftsverbänden aus.

Stützen als Hindernis

An einem Treffen mit potenziellen Investoren hätten diese bekräftigt, «ein gewisses Interesse» an einer Überdeckung des Areals beziehungsweise an dessen Bebauung zu haben, sagt Stadträtin Maria Pappa. Dafür müssten allerdings – nebst den städtebaulichen und technischen – die wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben sein. «Das wollen wir nun untersuchen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber gross, dass sich die Überdachung finanziell nicht lohnt.» Bei dieser Untersuchung spielen auch die SBB eine wichtige Rolle. Denn zentral für die Wirtschaftlichkeit sei die Frage, ob die SBB darauf bestehen, dass das Gleisareal stützenfrei bleiben müsse. Es gebe Signale, dass es zumindest auf einem Teil des Bahnhofsareals doch Stützen geben könne, sagt Pappa.

«Das würde die Chance einer teilweisen Überdeckung erheblich steigern. Denn eine stützenfreie Überdachung wäre enorm teuer und deshalb kaum machbar.»

Den Auftrag für die Prüfung der Gleisüberdeckung erhält ein Projektteam unter Federführung der Nüesch Development AG aus St. Gallen. Diese hatte bereits 2012 im Auftrag des Stadtrats eine Vision für das Areal erarbeitet und dessen komplette Überdachung vorgeschlagen. Die Firma Nüesch ist auch zuständig für die Teilüberdeckung der Stadtautobahn für die Erweiterung des Olma-Geländes.

Masterplan verzögert sich

Die Ergebnisse der Überprüfung einer Gleisüberdeckung sollen im Herbst vorliegen. Bis dahin wird die Weiterbearbeitung des Masterplans für das Gebiet St. Fiden–Heiligkreuz sistiert. Der Stadtrat wollte ihn Ende Jahr präsentieren, nun verzögert sich die Fertigstellung voraussichtlich bis Sommer 2019. Dieser Unterbruch sei nötig, sagt Maria Pappa: «Je nach dem, zu welchen Ergebnissen die Analyse kommt, gibt es neue Voraussetzungen für das ganze Verfahren.» Ausserdem verteuert sich die Planung durch die zusätzlichen Untersuchungen um etwa 100000 bis 150000 Franken. Dieser Betrag könne durch den Planungskredit von rund 1,5 Millionen, den das Stadtparlament vor genau zwei Jahren gutgeheissen hatte, gedeckt werden. «Jetzt haben wir aber keinen finanziellen Spielraum mehr», sagt die Baudirektorin. Allenfalls müsse der Stadtrat dem Parlament einen Nachtragskredit vorlegen.

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