Dieses OK lässt im Mai Seifenkisten durch Berg brettern

Berg erhält ein eigenes Seifenkistenrennen. Der Anlass wurde schon in den Rennkalender der «IG Seifenkisten Derby» aufgenommen.

Laura Widmer
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Die Organisatoren Sandro Parissenti, Viktor Eigenmann und Marietta Ochsner suchen noch Helfer und Sponsoren für ihr Seifenkistenrennen.

Die Organisatoren Sandro Parissenti, Viktor Eigenmann und Marietta Ochsner suchen noch Helfer und Sponsoren für ihr Seifenkistenrennen.

Bild: Benjamin Manser

Seifenkistenrennen sind eine amerikanische Erfindung, haben aber auch hierzulande viele treue Anhänger. Zu jedem Rennen reisen Kinder aus der ganzen Schweiz mit ihren Eltern und eigenen Seifenkisten an. Auch in Berg findet in diesem Jahr zum ersten Mal ein Seifenkistenrennen statt. Die 500 Meter lange Strecke führt vom Gemeindehaus in Richtung Kirche und von dort rechts weg in den Zieleinlauf. Beim Feuerwehrdepot, nahe an der Strecke, wird es eine Festwirtschaft geben. Vom Ziel werden die Kisten von Helfern und Traktoren über die Pfauenmoosstrasse wieder an den Start gebracht.

Weil das Rennen auf einer Kantonsstrasse stattfindet, ist eine Bewilligung nötig, um sie für die Wettkampfzeit sperren zu lassen. Diese liegt schon vor.

Das Rennen am 17. Mai wird mit Unterstützung der IG Seifenkisten Derby organisiert. Die Strecke in Berg wurde in den offiziellen Rennkalender des Derbys aufgenommen. Die Veranstalter erwarten rund 50 professionelle Fahrer, hoffen aber, dass auch viele Kinder aus Berg und der Umgebung teilnehmen.

Rennfahrer müssen ­Heuballen umfahren

Das Rennen in Berg soll laut Gemeindepräsident Sandro Parissenti zur neuen Attraktion im Rennkalender der IG Seifenkisten Derby werden:

«Die Verantwortlichen der IG waren begeistert. Vor allem die Schikane bei der Kirche verspricht Spannung.»

Mit 500 Metern ist das Rennen auch relativ lang. Die Rennfahrer brettern jedoch nicht ungebremst den Hang hinunter, sondern müssen verschiedene Hindernisse wie Heuballen umfahren.

Das Renngefährt muss einiges aushalten. Die Seifenkisten für das Rennen müssen deshalb abgenommen werden. Der Verein «Kunterbunt» hat für Teilnehmer aus Berg zwei Kisten gekauft. Diese wurden beim Rennen in Speicher verwendet, bis dieses aufgelöst wurde. Zusätzliche Kisten für die lokalen Rennfahrer werden zugemietet.

Organisiert wird das Seifenkistenrennen vom Berger Verein «Kunterbunt», der vor einem Jahr gegründet wurde. «Viele Leute haben gute Ideen, die Umsetzung ist oft jedoch schwierig, da Helfer oder Sponsoren fehlen», sagt Gemeindepräsident und Vorstandsmitglied Sandro Parissenti. Hier will der Verein ansetzen und mit seinen Mitgliedern Veranstaltungen und Anlässe durchführen.

«Wir wollen das Dorf beleben und den Bergerinnen und Bergern etwas bieten.»

Neben dem Seifen­kistenrennen steht am 21. Februar ein Maskenball im neuen Schulhaus an.

Das Rennen ist finanziell ein grosser Lupf

Ideen für Veranstaltungen werden das ganze Jahr über gesammelt und an der Hauptversammlung des Vereins besprochen. Die Verantwortung für die Austragung eines Anlasses wird jedes Jahr neu verteilt. So will der Verein flexibel bleiben und auf seine Mitglieder Rücksicht nehmen. «Wenn jemand eine Weiterbildung macht und deshalb keine Zeit hat, dann muss ein Anlass nicht ins Wasser fallen», sagt Parissenti.

Im Organisationskomitee für das Rennen sind mit Marietta Ochsner, Melanie Messmer, Viktor Eigenmann, Manuel Hungerbühler und Sandro Parissenti fünf Personen. Die Veranstalter sind noch auf Sponsorensuche. Parissenti sagt: «Das Rennen ist finanziell ein grösserer Lupf, wir freuen uns über jeden Beitrag».