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Diese Nationalrats-Kandidaten könnten in St.Gallen bei der Wahl in den Stadtrat antreten

Die Resultate der nationalen Wahlen lassen Schlüsse auf die Stadtwahlen 2020 zu. Interessant ist nur schon, wer für den Nationalrat antritt.
Reto Voneschen
Blick auf das St.Galler Rathaus. (Bild: Hanspeter Schiess)

Blick auf das St.Galler Rathaus. (Bild: Hanspeter Schiess)

Im Kanton St.Gallen finden die Wahlen auf allen politischen Ebenen innert knapp zwölf Monaten statt. Am 20. Oktober wählen wir National- und Ständerat, im Frühling 2020 Kantonsrat und Kantonsregierung, im Herbst 2020 Stadtparlament und Stadtrat. Dieser Wahlmarathon ist für Parteien und Kandidierende eine Herausforderung.

All jenen, die Wahlprognosen abgeben, erleichtert die rasche Abfolge der Wahltermine aber die Arbeit. Vor allem wer darüber spekulieren will, wer für vakante Sitze in der Stadtregierung antritt, ist gut beraten, Listen und Einzelresultate der National- und Kantonsratswahlen im Auge zu behalten.

Die Bürgerlichen wollen mehr als ihren Sitz halten

Letzteres ist diesmal wegen der Ausgangslage für die Stadtratswahlen 2020 besonders spannend. Thomas Scheitlin (FDP) dürfte dazu nicht mehr antreten, weil er En­de 2020 zurücktritt. Der Schritt ist nicht erklärt, es gibt aber Indizien (Amtsalter, Lebensalter), die dafür sprechen, dass ihn der Stadtpräsident tun wird. Damit kommt es schon wieder zu Kampfwahlen um die städtische Exekutive.

Thomas Scheitlin (Bild: Urs Bucher)

Thomas Scheitlin (Bild: Urs Bucher)

Die bürgerlichen Stadtparteien – um ihren Sitz geht es – müssen zwingend Kandidaturen aufbauen, die in einer Majorzwahl beste­hen können. Schaut man auf die Listen für die Nationalratswahlen, finden sich Köpfe, deren Auftauchen auf dieser Liste wohl mehr als Zufall ist. Aber: Ein Ja oder Nein zu einer Stadtratskandidatur gibt’s noch nicht. Zum einen sei kein Rücktritt aus dem Stadtrat erklärt, zum anderen gehe es jetzt um National- und Ständeratssitze, heisst es bei CVP, FDP und SVP.

Bei der FDP kommen vier Kandidierende von Nationalratslisten für den Stadtrat in Frage: Es sind dies Susanne Vincenz-Stauffacher und Isabel Schorer. Beide haben allerdings vorher schon abgewunken und bestätigen auf Anfrage: Aus heutiger Sicht ist eine Kandidatur bei den Stadtratswahlen 2020 kein Thema. Bei FDP-Kantonsrätin Vincenz-Stauffacher sind die Chancen gut, den vakanten zweiten Nationalratssitz der FDP zu holen – sofern die Partei diesen am 20. Oktober halten kann. Von FDP-Kantonsrätin Schorer weiss man, dass sie sich aufs Berufliche konzentriert.

Isabel Schorer (Bild: Urs Bucher)

Isabel Schorer (Bild: Urs Bucher)

Susanne Vincenz-Stauffacher (Bild: Michel Canonica)

Susanne Vincenz-Stauffacher (Bild: Michel Canonica)

Ein möglicher FDP-Stadtratskandidat ist Mathias Gaba­thuler, der 52-jährige Rektor der Kanti am Brühl. Ebenfalls denkbar als FDP-Kandidat ist Stadtparlamentarier Oskar Seger. Gegen ihn spricht allenfalls das Alter: Er wäre mit Jahrgang 1990 jung für einen bürgerlichen Stadtrat.

Mathias Gabathuler (Bild: PD)

Mathias Gabathuler (Bild: PD)

Oskar Seger (Bild: PD)

Oskar Seger (Bild: PD)

Bei der CVP sind zwei Kandidaten von der Nationalratsliste mit Blick auf die Stadtratswahlen spannend: Olma-Direktor Nicolo Paganini (Abtwil) dürfte die Wiederwahl in den Nationalrat auf sicher haben. Er sieht ein Doppelmandat Nationalrat/Stadtrat oder Stadtpräsident nicht als ideal. Ein möglicher CVP-Kandidat könnte Kantonsrat Christoph Bärlocher (Eggersriet) sein. Das politische Profil des 40-Jährigen entspricht weitgehend dem des ehemaligen CVP-Stadt- und -Kantonsrats Nino Cozzio.

Nicolo Paganini (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Nicolo Paganini (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Christoph Bärlocher (Bild: Urs Bucher)

Christoph Bärlocher (Bild: Urs Bucher)

Fasnächtler mit pointierter SVP-Position

Auf der SVP-Hauptliste figuriert nur ein Kandidat aus der Stadt. Das ist Stadtparlamentarier Donat Kuratli. Er vertritt prononciert SVP-Position, die es in der Stadt schwer haben. Allerdings dürfte er als Fasnächtler gut vernetzt sein. Ob er 2020 für eine Stadtratskandidatur in Frage kommt, hängt auch stark davon ab, ob sich Stadtparlamentarierin Karin Winter-Dubs dafür interessiert.

Donat Kuratli (Bild: Hanspeter Schiess)

Donat Kuratli (Bild: Hanspeter Schiess)

Karin Winter-Dubs (Bild: Ralph Ribi)

Karin Winter-Dubs (Bild: Ralph Ribi)

Die SP stellt zwei Mitglieder, die GLP ein Mitglied im Stadtrat. Da werden die drei Bisherigen zu den Stadtratswahlen antreten. Bleiben die Grünen, von denen man weiss, dass sie einer städtischen Regierungsbeteiligung nicht abgeneigt sind. Auf der Nationalratsliste sticht – natürlich – Stadtparlamentarierin Franziska Ryser ins Auge. Auch bei ihr heisst es aber: «Jetzt geht’s zuerst um National- und Ständeratssitze.» Was danach geschieht, sei offen.

Franziska Ryser (Bild: Benjamin Manser)

Franziska Ryser (Bild: Benjamin Manser)

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