Die Wittenbacher Grüntalstrasse soll für Autos unattraktiv werden, damit Kinder sicherer zur Schule kommen

Diese Woche hat die Sanierung der Grüntalstrasse in Wittenbach begonnen. Der Schulweg soll sicherer werden.

Elisabeth Fitze
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Für 5,5 Millionen Franken wird die Strasse saniert.

Für 5,5 Millionen Franken wird die Strasse saniert.

Bild: Elisabeth Fitze

Die ersten Bagger sind gestern im strömenden Regen in der Grüntalstrasse aufgefahren. Eine Sanierung sei dringend nötig, sagt Daniel Worni, Leiter der Bauverwaltung Tiefbau Wittenbach. Bis zur Eröffnung des neuen Schulhauses Sonnenrain nach den diesjährigen Herbstferien will man den Schulweg sicherer gestalten. Die Gesamtsanierung erfolgt in 14 Etappen und soll bis im April 2021 fertiggestellt sein.

Die erste Etappe beinhaltet den Bau eines zusätzlichen Trottoirs zwischen der Firma Spühl und dem Schwimmbad Sonnenrain. Diese Arbeiten sowie der Strassenbau und der Bau des neuen Velo-Fuss-Wegs zwischen der Haltestelle Egghalden und dem Schwimmbad sollten bis zum Schulstart abgeschlossen sein. Ausserdem werden im Rahmen der ersten Etappe beim Leekreisel die neuen Meteorwasserleitungen für das Trennsystem erstellt. Das bereits bestehende Trottoir soll zu einem 3,5 Meter breiten Velo-Fuss-Weg umgebaut werden. So könne man die Lücke im kantonalen Velonetzwerk schliessen, sagt Daniel Worni.

Eine Verengung der Strasse soll den Verkehr beruhigen

Die Strasse wird auf 5,9 Meter verengt werden. Das soll den Verkehr beruhigen. «Wir wollen die Strasse für Durchgangsverkehr weniger attraktiv machen.» Durch den Einbau von drei Querungshilfen soll ein sicherer Schulweg gewährleistet werden. Der Verkehr werde die Strasse während der ganzen Bauzeit mit Einschränkungen befahren können, sagt Worni.

Daniel Worni leitet die Bauverwaltung Tiefbau Wittenbach.

Daniel Worni leitet die Bauverwaltung Tiefbau Wittenbach.

Bild:Urs Bucher (9. Februar 2018)

Seit gestern wird er mit einem Lichtsignal geregelt. Der ÖV wird beim Lichtsignal bevorzugt, und die beiden Haltestellen Schwimmbad werden je nach Baufortschritt immer wieder um ein Stück verschoben. Die erste Verschiebung erfolgt am 16. März.

Nach acht Jahren wird die Idee umgesetzt

Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte: 2012 wurde bereits darüber abgestimmt. Damals wurde die Sanierung abgelehnt. Das Projekt wurde dann überarbeitet und kam im vergangenen Juni abermals an die Urne. Dieses Mal hat es geklappt und die Stimmbürger genehmigten den Kredit von 5,5 Millionen Franken.

Seitdem habe man das Projekt ausgearbeitet, das Baubewilligungsverfahren durchgeführt und die kantonalen Bewilligungen und Kostengutsprachen eingeholt, sagt Worni.