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Fahrplanwechsel: Die Waldkircher steigen um

Mit dem Postauto führt der Weg von Waldkirch oder Bernhardzell künftig über St. Gallen oder Arnegg. Dem Gemeindepräsidenten ist klar, dass das nicht allen passt.
Johannes Wey
Arnegg (Bild) und Wittenbach gewinnen für die Waldkircher als Umsteigebahnhöfe an Bedeutung. (Bild: Flavia Borrer)

Arnegg (Bild) und Wittenbach gewinnen für die Waldkircher als Umsteigebahnhöfe an Bedeutung. (Bild: Flavia Borrer)

Die Waldkircherinnen und Waldkircher gehen mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) neue Wege. Und zwar reisen sie, um nach St. Gallen zu gelangen, künftig nach Wittenbach oder Arnegg, wo sie auf den Zug umsteigen. Für die Nutzer bringe das kürzere Fahrten und bessere Anschlüsse, hiess es im Mitteilungsblatt.

Doch wie bei fast jeder Umstellung im ÖV gibt es auch Verlierer: die Linien 133 Engelburg–Bernhardzell–Waldkirch, 206 Berhardzell–Wittenbach sowie der Abschnitt Waldkirch–St. Pelagiberg der Linie 154 werden aufgehoben. Kritisiert wird dies von einem Leserbriefschreiber. «Nicht gerade der Renner» sei es, über St. Gallen fahren zu müssen, um nach Engelburg zu gelangen, heisst es darin unter anderem.

Der Waldkircher Gemeindepräsident Aurelio Zaccari hat den Kritiker schon vor dessen Leserbrief zu einem Gespräch eingeladen. «Ich bin mir bewusst, dass einige Bernhardzeller weiterhin gerne eine direkte Verbindung nach Engelburg hätten. Uns geht es aber darum, die Linie nach Wittenbach durchgängig auszubauen und zu stärken», sagt Zaccari. Waldkirch sei aufgrund seiner Lage und des geringen Passagieraufkommens beim ÖV in einer schwierigen Situation. Das schlage sich auch im Gebiet Oberwald nieder, das künftig in reduziertem Masse von der Linie 132 bedient werde. «Die Frequenzen in diesem Gebiet waren einfach zu niedrig.»

Opfer bringen für die Linie 154

Das neue Buskonzept, dessen Vernehmlassung noch läuft, setze die Prioritäten bei den Berufspendlern, dem Freizeitverkehr und dem Schülertransport. Die neue Regelung bringe bis zu elf Minuten schnellere Verbindungen nach St. Gallen. Ausserdem sei auf der Linie 154 ein künftiger Ausbau des Angebots eher denkbar. Ein Beispiel dafür ist der Halbstundentakt zu Hauptverkehrszeiten während einer vierjährigen Versuchsphase. «Allenfalls ist das zu einem späteren Zeitpunkt auch in den Nebenverkehrszeiten möglich», sagt Zaccari. Er erwähnt auch die besseren Verbindungen nach Arbon: Eine kürzere Fahrt an den Bodensee sei oft gewünscht worden.

Im Leserbrief wird auch kritisiert, dass die Anbindung ans Intercitynetz schlechter werde. Ganz im Gegenteil, findet Zaccari, die Verbindung sei «optimal»: «Wer künftig um 7.23 Uhr bei der Post Waldkirch in den Bus steigt, erwischt 23 Minuten später in Gossau den Fernverkehr nach Zürich.»

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