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Die Vogelpflegestation bleibt im Naturmuseum

Die Zukunft der Wildvogelpflegestation im Naturmuseum war lange unsicher.
Nun versichert Stadträtin Maria Pappa: Der Betrieb wird wieder aufgenommen. Wann, ist unklar.
Christoph Renn
Bald sollen die Museumsbesucher den Mitarbeiter der Wildvogelpflegestation wieder bei der Arbeit zusehen können. Der genauer Zeitpunkt ist indes noch unklar.Bild: Michel Canonica (10. Mai 2017)

Bald sollen die Museumsbesucher den Mitarbeiter der Wildvogelpflegestation wieder bei der Arbeit zusehen können. Der genauer Zeitpunkt ist indes noch unklar.Bild: Michel Canonica (10. Mai 2017)

«Die Wildvogelpflegestation bleibt im Naturmuseum»: Stadträtin Maria Pappa wählt deutliche Worte zu einem Thema, zu dem sich die Verantwortlichen in den vergangenen Monaten ausgeschwiegen haben. Der Entscheid sei vor wenigen Tagen bei einem Treffen zwischen Stadt und Kanton gefallen. Wann die Wildvogelpflegestation ihren Betrieb definitiv wieder aufnehmen könne, sei indes noch unklar. Denn die Aussengehege im Museumspark müssten weg und an einen neuen Ort gezügelt werden. «Wir klären momentan verschiedene mögliche Standorte in der Stadt ab», sagt Pappa. Zudem müsse die Stiftung Wildvogelpflege den Betrieb noch genau regeln. «Sie stehen aber mit mehreren Personen im Kontakt.»

Der Beschluss, die vier Räume im Naturmuseum weiter für die Wildvogelpflege zu nutzen, ist laut Pappa ein wichtiger. «Immerhin wurden diese Räumlichkeiten bewusst zu diesem Zweck gebaut.» Wo die Aussengehege genau hinkommen werden, gibt Pappa noch nicht bekannt. . «Verhandlungen und Gespräche müssen noch geführt werden.» Deshalb sei noch nichts beschlossen.

Die Hygiene als kritischer Punkt

Stadträtin Maria Pappa betont, dass gemäss Kanton die Pflege der Vögel auch ohne die Station in der Stadt St. Gallen gewährleistet ist. «Die Wildhüter beurteilen die Verletzungen der Vögel und weisen sie den Pflegestationen direkt zu», sagt sie. Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (Anjf) des Kantons St. Gallen, habe ihr zugesichert, dass die Pflege der Vögel auch im Frühjahr garantiert sei.

Trotzdem soll es auch in der Kantonshauptstadt bald möglichst wieder eine funktionierende Wildvogelpflegestation geben. Die neuen Betreiber der Station im Naturmuseum müssen aber in Sachen Hygiene sehr genau arbeiten. Denn in der Vergangenheit wurden Käfer im Naturmuseum entdeckt, welche die Ausstellungsexponate befallen. «Sie heissen Museums- oder Brot-Käfer», sagt Museumsdirektor Toni Bürgin. Drei der vier Räume der ehemaligen Wildvogelpflegestation hätten sie gründlich gereinigt und sämtliche Käfer, die rund einen Millimeter gross sind, komplett entfernt. Die Exponate seien bisher nicht beschädigt worden, sagt Toni Bürgin. «Wir haben das Problem früh genug erkannt.»

Mit tiefen Temperaturen gegen die Käfer ankämpfen

Der Museumsdirektor mahnt aber zu Vorsicht, denn die Käfer seien heimtückisch. «Sie setzten Larven unter die Federn und die Fälle. Diese fressen sich dann durch die Exponate», erklärt Bürgin. Die Käfer kommen durch verletzte Vögel, Äste oder das Futter ins Museum. Um die Ausstellungsobjekte vor dem Käfer zu schützen, setzt das Museum auf tiefe Temperaturen. «Die Käfer sind nur bei Temperaturen ab 16 Grad Celsius aktiv.» Deshalb sei eine der Vorsichtsmassnahmen, dass die Lagerräume auf 14 Grad Celsius gekühlt werden.

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