Kommentar

Die Vereine müssen noch beweisen, wie wichtig ihnen das Marktstübli ist

Die Gossauer Vereine haben sich erfolgreich gegen die Schliessung des Marktstübli gewehrt. Dass sie das Lokal wirklich brauchen, haben sie aber noch nicht gezeigt.

Johannes Wey
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Johannes Wey (Bild: Ralph Ribi)

Johannes Wey (Bild: Ralph Ribi)

Die Gossauer Vereine sind im Hoch. Im Oktober hat ihnen die Stadt die Saalmieten reduziert. Im November übernahm sie die Kosten für die Verkehrsregelung bei Veranstaltungen. Und nun begräbt der Stadtrat die Pläne, das Marktstübli dichtzumachen.

Dieser Entscheid ist richtig. Die Schliessung scheiterte bereits mit der verkorksten Kommunikation vor zwei Jahren. Nachdem der Stadtrat halb Gossau auf die Palme gebracht hatte und dann doch zurückkrebste, wäre eine Schliessung des Marktstüblis nicht mehr zu rechtfertigen.

Ohnehin ist die Kesb, deren Raumbedarf damals der Auslöser für den Aufruhr war, inzwischen woanders untergekommen.
Mit einem geschlossenen, lautstarken Auftritt haben die Vereine einmal mehr einen Sieg davongetragen. Sie untermauern damit ihre Position als politische Macht in Gossau.

Den Beweis, dass es das Marktstübli tatsächlich braucht, sind sie aber schuldig geblieben. Die geringe Nachfrage spricht bis jetzt dagegen.

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