Die St.Galler Mineralienbörse findet doch noch statt

Händler bieten Mitte August in der Kreuzbleiche Steine, Schmuck, Fossilien und Kristalle an. Wegen der Coronamassnahmen jedoch unter speziellen Bedingungen.

Marlen Hämmerli
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Normalerweise besuchen 1500 bis 2000 Personen die Mineralienbörse.

Normalerweise besuchen 1500 bis 2000 Personen die Mineralienbörse.

Bild: Benjamin Manser (18. März 2017)

Alles war parat. Das Inserat geschaltet, die Flyer waren gedruckt und die Vereinsmitglieder informiert. Dann verbot der Bundesrat wegen der Coronapandemie Veranstaltungen mit über 100 Personen – just am Tag vor dem Start der 48. Mineralien- und Fossilientage St.Gallen. Der Mineralogische Verein St.Gallen musste den Anlass absagen. Ob die Börse nachgeholt werden kann, war offen. Nun steht aber fest: Die Mineralienbörse findet doch noch statt.

Nächstes Wochenende, also am 15. und 16. August, werden Aussteller in der Kreuzbleiche, Schmuck, Steine, Mineralien, Kristalle und Fossilien zum Verkauf anbieten. Jedoch gibt es wegen den weiterhin geltenden Corona-Massnahmen eine Einschränkung: Die Besucherinnen und Besucher müssen nach Weisung des Bundesrats in Gruppen von maximal 300 Leuten eingeteilt werden. Der Verein hat sich deshalb entschieden, die Besuchszeit zu unterteilen.

Wenn 300 Personen drin sind, dürfen keine weiteren Besucher die Sporthalle betreten

Die Sporthalle Kreuzbleiche ist am Samstag von 10 bis 13 Uhr für die erste Gruppe offen. Danach müssen alle Besucher die Halle verlassen. Von 13.30 bis 17 Uhr darf die zweite Gruppe rein. Dasselbe Muster wiederholt sich am Sonntag. Jeder, der kommt, wird erfasst, um ein allfälliges Contact Tracing zu ermöglichen.

Befinden sich in der Halle 300 Personen, wobei die Aussteller und Helfer mitgezählt werden, darf keine weitere Person die Sporthalle Kreuzbleiche betreten – auch nicht, wenn sie jemand verlässt. In den vergangenen Jahren hatte die Börse zwischen 1500 und 2000 Besucher.

Bild: Benjamin Manser (18. März 2017)

Das Programm musste abgeändert werden

«Wir haben keine Ahnung, wie viele kommen werden», sagt Peter Heer, Vizepräsident des Mineralogischen Vereins. Einige seien der Meinung, es komme niemand, andere würden sagen: «Die rennen euch die Bude ein.» Aber warum holt der Verein die Börse nach? «Aus Freude am Thema und weil wir auf die Absage so viele enttäuschte Rückmeldungen hatten.»

Peter Heer

Peter Heer

Bild: PD

Im Programm gibt es gegenüber der Ausgabe vom März einige Anpassungen. Als Rahmenveranstaltung findet einzig das Goldwaschen für Kinder statt. Zudem schenkt der Verein Kindern an seinem Stand Steine. «Wir versuchen, keine Menschenansammlungen zu provozieren», sagt Heer. Deshalb verzichte man auf die Sonderschau, das Specksteinschnitzen, die Vorträge und den Besucherwettbewerb. Das alles wird im Frühling, am 13. und 14. März, an der nächsten ordentlichen Mineralienbörse nachgeholt.

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