Fasnacht quer durch die Ostschweiz eröffnet: Das Agugge in St.Gallen war stimmungsvoll wie selten zuvor

Am Donnerstag, 6 Uhr, haben die Guggen in der Stadt St.Gallen das Zepter übernommen. Mit dem Agugge sind die närrischen Tag stimmungsvoll gestartet. Nicht nur in Fasnachtshochburgen wie Luzern, auch quer durch die Ostschweiz ist am Schmutzigen Donnerstag die Fasnacht gestartet.

Reto Voneschen
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Bild: Nik Roth

Rund 500 Personen, darunter natürlich viele Guggerinnen und Gugger, haben am Schmutzigen Donnerstag, punkt 6 Uhr, die St.Galler Stadtfasnacht eröffnet. Der Anlass zu Füssen des Vadian-Denkmals war bei trockenem und relativ mildem Wetter äusserst stimmungsvoll. Ein Ur-Fasnächtler sprach sogar davon, es sei der schönste Fasnachtsauftakt der vergangenen zwanzig Jahre gewesen.

Schon einmal zu Füssen Vadians eine Polonaise getanzt? Nein? Und schon wieder eine Chance dazu verpasst! Am Donnerstagmorgen beim Start der diesjährigen St.Galler Fasnachts wär's möglich gewesen. Nach dem Agugge mit der Guggenmusik Chapf Chläpfler (GMCC) aus Engelburg enterten die Adlerbrüeter aus Mörschwil die Bühne in der Neugasse und starteten eine kleine Spontanparty - mit Polonaise durch die Menge.

Mit Pfauenfedern und blinkenden Lichtern: Diese Einzelmaskefiel am Agugge in St.Gallen auf.

Mit Pfauenfedern und blinkenden Lichtern: Diese Einzelmaskefiel am Agugge in St.Gallen auf.

Bild: Nik Roth

So fiel das Agugge in diesem Jahr nicht nur länger aus als üblich, auch die Stimmung war ausgelassener. Das war nicht zuletzt Schulklassen zu verdanken, die mit den Guggen tanzten und deren gute Laune aufs übrige Publikum übersprang. Mittendrin war auch noch eine äusserst üppige Einzelmaske zu bewundern: Der Fasnächtler zog mit seinem aufwendigen Kostüm unter anderem mit Straussenfedern und blinkenden Lichtlein alle Blicke auf sich.

Am Abend Gassen- und Beizenfasnacht in der Altstadt

Seit 5 Uhr ist die Fasnachtsbeiz im Waaghaus geöffnet. Sie ist den ganzen Tag über und dank Freinacht bis am frühen Freitagmorgen Anlaufstelle für Fasnächtlerinnen und Fasnächtler im Stadtzentrum. Am Donnerstag, 15 bis 17 Uhr, ist auf der Bühne am Anfang der Neugasse Kinderfasnacht mit keinem Geringeren als Marius von der Jagdkapelle.

Danach geht das Fest in der Altstadt nahtlos über in die Gassen-, Strassen- und Beizenfasnacht. Das ist normalerweise der erste Höhepunkt der St.Galler Stadtfasnacht - und sie dürfte es auch in diesem Jahr werden. Die Vorzeichen dafür stehen mit trockener Witterung bis Freitag, 2 Uhr in der Frühe, mindestens gut.

Noch einzelne freie Plätze für die Föbü-Gala im Waaghaus

Die Gassen- und Beizenfasnacht in der Altstadt startet am Donnerstag, 17 Uhr, mit den Guggenpräsentationen. Ab dem frühen Abend sind dann auch die Schnitzelbänkler in den Beizen unterwegs. Ausverkauft und ohne Abendkasse ist der Fasnachtstreff in der Kellerbühne. Einzelne freie Plätze gibt's dafür im Vorverkauf immer noch für den Föbü-Abend «Meh Födle is Wooghuus» vom Freitag.

Gassen- und Beizenfasnacht

Auftrittsorte von Guggen und Schnitzelbänklern

(vre) Die Guggen sind während der St.Galler Stadtfasnacht im Waaghaus sowie auf den Bühnen in der Neugasse und auf dem Bärenplatz anzutreffen. Immer wieder kakofonisch laut geht's zudem an den «Hot Spots» am Multertor und neben der Calatrava-Wartehalle auf dem Bohl zu und her.

Die Schnitzelbänkler sind in den üblichen Beizen anzutreffen, nämlich Drahtseilbähnli, La Verità, Einstein-Bistro, Zum Gallusplatz, Zum goldenen Leuen (Naz), Bäumli, Zur alten Post, Bierfalken, Papagei, Zum goldenen Schäfli, Weinlokal 1733, Zeughaus, Schwander Weinlokal, Trübli und Waaghaus.

Das Fasnachtsprogramm mit allen Details ist im Internet zu finden unter www.fasnachtsg.ch.