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Die Stadtbibliothek Gossau wappnet sich für den Ansturm: Am Samstag startet der Medienflohmarkt

Ab Samstag geben sich die Besucher der Gossauer Stadtbibliothek die Klinke in die Hand. Ausgediente Bücher und andere Medien werden verkauft. Dabei gibt es nicht nur Lektüre für die Sommerferien zu ergattern.
Johannes Wey
Andrea Schlegel und Nadja Eberle (von links) zwischen den dichtegrängten Ständern und Regalen mit Medien für den Flohmarkt. (Bild: Johannes Wey)

Andrea Schlegel und Nadja Eberle (von links) zwischen den dichtegrängten Ständern und Regalen mit Medien für den Flohmarkt. (Bild: Johannes Wey)

Der Medienflohmarkt startet aus gutem Grund an einem Samstag: Jede und jeder soll die Chance haben, gleich am ersten Tag nach einem Schnäppchen zu stöbern. Viele Besucher kämen möglichst früh, um eine grosse Auswahl anzutreffen, sagt Andrea Schlegel von der Stadtbibliothek Gossau.

Zwischen 50 Rappen und 3 Franken kosten die Artikel, die in den Verkauf kommen. Bilderbücher sind erfahrungsgemäss am beliebtesten. Neu sind sie relativ teuer und werden nur für wenige Jahre benötigt. «Und sie nutzen sich schnell ab. Da brauchen die Leute nicht unbedingt das neuste und schönste Exemplar», sagt Nadja Eberle.

Bücher, die in den Ferien bleiben dürfen

Medien in schlechtem Zustand gelangen nicht auf den Flohmarkt. «Wir verkaufen nur, was wir vertreten können», sagt Eberle. Trotzdem seien die Bücher mit Aufklebern und Umschlägen nicht mehr interessant für Second-Hand-Buchhändler. Der Preis in der Stadtbibliothek sei eher ein symbolischer Beitrag.

«Viele decken sich mit Romanen für die Sommerferien ein. Die müssen sie dann nicht mehr nach Hause schleppen», sagt Schlegel. «Es kommen aber nicht nur Leseratten, sondern auch Leute, die gerne basteln», ergänzt Eberle. «Book-Art» nennt sich der Trend, bei dem aus alten Büchern kleine Kunstwerke hergestellt werden. Viele der Kunden haben laut den Bibliothekarinnen keinen Bibliotheksausweis, sondern kommen nur des Flohmarkts wegen.

Konsolenspiele ziehen junge Kundschaft an

In der Stadtbibliothek können gegenwärtig über 25 000 Medien ausgeliehen werden. Mehr als die Hälfte ist Belletristik, hinzu kommen rund 5 500 Sachbücher. Ähnliche viele Artikel gibt es im wachsenden Sortiment der «Nicht-Bücher»: CD, DVD oder Spiele für Konsolen wie Nintendo Switch oder Playstation 3.

Auch DVD, Games und «Bravo-Hits» gibt es zu kaufen. (Bild: Johannes Wey)

Auch DVD, Games und «Bravo-Hits» gibt es zu kaufen. (Bild: Johannes Wey)

Gerade die «neuen Medien» werden schneller aussortiert, als etwa Bücher. «Wir wollen mit der Zeit gehen. Viele junge Kunden kommen genau deswegen zu uns», sagt Andrea Schlegel. Spiele für die neuste Nintendo-Konsole habe man schon kurz nach deren Erscheinen im Sortiment gehabt – ein Erfolg: «Wir wurden ziemlich überrannt», sagt Schlegel. Die Playstation 3 ist hingegen überholt, deshalb werde das Sortiment nun allmählich abgebaut.

Kein Buch bleibt länger als zehn Jahre

Mit dem Flohmarkt soll also Platz gemacht werden für neue Artikel. «Als Richtwert kann man sagen, dass nach zehn Jahren der gesamte Bestand einmal ersetzt worden ist», sagt Nadja Eberle. Ab Samstag werden nun über 1 000 Artikel verkauft. Wie viele genau und welche kann niemand sagen. Obwohl das zahlreiche Besucher gerne schon vor Verkaufsstart wissen würden. Doch zwischen den prall gefüllten Ständern und Regalen fehlt auch den Bibliothekarinnen der Überblick.

Der Flohmarkt hat bis 10. August während der Bibliotheksöffnungszeiten geöffnet.

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