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Die Stadt St.Gallen will smarter werden

An zwei Workshops haben Teilnehmende ihre Wünsche geäussert, wie sich die Stadt digital entwickeln soll.
Christoph Renn
Teilnehmer der Workshops diskutieren, wie Digitalisierung das Leben verändern soll. (Bild: Urs Bucher)

Teilnehmer der Workshops diskutieren, wie Digitalisierung das Leben verändern soll. (Bild: Urs Bucher)

Bessere Information, neueste Technik bei Videoüberwachungen, ein intelligentes Ticketsystem für den Amtsdschungel: Das sind nur einige Ideen und Visionen der rund 40 Teilnehmer der zwei Workshops, die in dieser Woche in der Smarthalle stattgefunden haben. Eingeladen hat die Stadt St.Gallen. Denn diese erarbeitet derzeit ihre Strategie «Smart City St.Gallen».

In der stadträtlichen Vision 2030 ist die «Smarte Stadt» ein Teil davon. Insgesamt gibt es neuen Handlungsfelder. Als ein Legislaturziel 2017/2020 gilt die Erarbeitung einer übergeordneten Strategie zur Entwicklung der «Smart City St.Gallen».

Wünsche aus der Bevölkerung

In angeregten Gesprächen haben Teilnehmende und Moderatorinnen und Moderatoren der beiden Workshops im unteren Stock der Smarthalle an der Neugasse 30 über Chancen und Gefahren der Digitalisierung diskutiert. Mittendrin sitzt Stadträtin Maria Pappa, Direktion Planung und Bau. «Ich bin gespannt, welche Wünsche aus der Bevölkerung kommen», sagt sie. Smarter soll die Stadt in den kommenden Jahren in sechs Bereichen werden: Menschen, Leben, Mobilität, Energie, Wirtschaft, Verwaltung. Eine Gruppe interessiert sich, wie im Bereich Informatik Fachkräfte in St.Gallen gehalten werden können. Eine Massnahme gibt es mit dem Projekt «IT rocks» schon. Doch genügen diese Anstrengungen? Im Bereich Leben beschäftigt die Teilnehmenden, wie die digitale Kluft verhindert werden könne. Es dürfe nicht passieren, dass eine Gruppe von Menschen digital benachteiligt werde. Sei es wegen des Altersunterschieds, des Bildungsniveaus oder des unterschiedlichen Einkommens.

Bestehendes besser sichtbar machen

Ein Punkt kommt an den Workshops immer wieder auf den Tisch: Die Stadt müsse besser über das bestehende und künftige Angebot von «Smart City» informieren. «Ich habe keine Ahnung, wie ich die verschiedenen Angebote, beispielsweise bei Share Gallen, überhaupt finde», sagt ein Teilnehmer. Zudem wird der Wunsch geäussert, dass die St.Galler Bevölkerung besser vernetzt werden solle – digital und physisch.

Dass der Klimawandel Thema an diesen Workshops ist, überrascht. Betrachtet man das Energie-Projekt für das Quartier Notkersegg, das ohne digitale Hilfe nicht funktionieren würde, wird es umso plausibler. So sind Themen wie variable Energietarife oder erneuerbare Lösungen auch Teil einer smarten Stadt.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der beiden Workshops», sagt Christian Geiger, Chief Digital Officer der Stadt St.Gallen. Er verneint jedoch nicht, dass es noch Platz für mehr Teilnehmende gegeben hätte. «Dafür konnten wir mit den Anwesenden vertiefte Gespräche führen.» In den nächsten Tagen werden er und sein Team die vorgebrachten Ideen, Vorschläge und Visionen sammeln und auswerten. Ziel sei es, Ende Jahr dem St.Galler Stadtrat eine «Smart City»-Strategie vorzulegen.

«Wir werden wohl nochmals solche Workshops veranstalten», sagt Christian Geiger. Zudem verweist er auf die Smarthalle in der Innenstadt. «Dort nehmen wir jederzeit weitere Ideen und Vorschläge analog entgegen.»

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